Bensheim

Grünen-Empfang

Meister: Benötige keine Belehrung

Archivartikel

Bensheim.Der Bundestagsabgeordnete Michael Meister (CDU) reagiert auf Aussagen des Grünen-Kreisvorsitzenden Matthias Schimpf beim Neujahrsempfang im Dalberger Hof. Schimpf hatte kritisiert, dass sich die regionalen Abgeordneten – namentlich nannte er Meister – nach der Ministerpräsidentenwahl nicht frühzeitig klar positioniert hätten.

„Nach meiner Erinnerung wurde das Ergebnis des dritten Wahlgangs in Thüringen am 5. Februar gegen 13.30 Uhr bekanntgegeben. Bereits um 15.09 Uhr an diesem Tag habe ich mit dieser Zeitung telefoniert und unter anderem geäußert, dass ich meinen eigenen Partei-Kollegen in Thüringen nur raten kann, von der AfD und der Linkspartei Abstand zu nehmen“, erklärte Meister.

Schimpf soll sich distanzieren

Zusätzlich gab es im Nachgang zum „Vorfall in Thüringen“ schriftliche Presseanfragen. Auch hierauf habe er unmittelbar geantwortet, unter anderem: „Ein Ministerpräsident, gewählt mit Stimmen der AfD, ist nicht akzeptabel. Die CDU muss sich klar von jeder Zusammenarbeit mit links- und rechtsextremen Kräften fernhalten.“ Er habe keinen Nachholbedarf und benötige keine Belehrungen von Matthias Schimpf.

„Dass die Grünen allerdings ungeniert mit der Linkspartei zusammenarbeiten, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird, die bis heute ihr Verhältnis zu den Verbrechen des SED-Regimes (Todesschüsse an der Mauer, politische Gefangene, Spitzelwesen gegen die eigene Bevölkerung) nicht geklärt hat und Grundrechte des Grundgesetzes beseitigen will, halte ich für einen Skandal. Von einem Kreisvorsitzenden der Grünen hätte ich erwartet, dass er sich klar distanziert“, schreibt der Bundestagsabgeordnete abschließend. red

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