Bensheim

Hospiz-Verein Teilnehmer am Fortbildungskurs Palliative Care erhielten ihre Zertifikate

Menschen am Lebensende begleiten

Archivartikel

Bensheim.Große Freude und ein bisschen Wehmut schwingen mit, als die Teilnehmenden des multiprofessionellen Basiskurses Palliative Care zum Abschluss ihrer Fortbildung die Zertifikate von Professor Albert Mühlum als Repräsentant der Hospiz-Akademie überreicht bekommen.

„Schade, dass die gemeinsame Zeit schon vorbei ist“, sagt eine Teilnehmerin, die als erfahrene Krankenpflegerin schon viele Menschen am Lebensende begleitet hat. „Es war eine schöne und tiefgehende Erfahrung.“

Zehn Menschen aus unterschiedlichen Berufen und Arbeitsfeldern des Gesundheitswesens nahmen an dem vierzigstündigen Qualifizierungskurs teil. Altenpflegekräfte eines ambulanten Pflegedienstes erlernten zusammen mit Betreuungskräften einer Seniorenresidenz, der Köchin eines Hospizes, einem Pädagogen der Behindertenhilfe, der Sozialarbeiterin eines Pflegestützpunktes sowie ambitionierten Ehrenamtlichen der Hospizarbeit Grundkenntnisse der Betreuung, Begleitung und Pflege von Patienten mit begrenzter Lebenserwartung. Vermittelt wurden Themen wie Symptomlinderung, Spiritualität, psychosoziale Aspekte und Kommunikation mit Angehörigen, aber auch über Trauer und die Versorgung Verstorbener wurde gesprochen.

Dass die Teilnehmenden aus so unterschiedlichen Arbeitsbereichen zusammenkommen, ist ausdrücklich Programm, denn: „Sterben geht uns alle an. Nicht nur die Pflegekräfte und Ärzte, schließlich sind in der Regel weit mehr Personen in die oft langwierige und komplexe Versorgung Schwerstkranker eingebunden“, sagt Doris Kellermann aus dem Team der Akademieleitung, „Auch die Sprechstundenhilfe eines Hausarztes profitiert von solch einer Fortbildung, indem sie darüber mehr Sicherheit im Umgang mit den Patienten gewinnt.“

„Unsere Kursabsolventen fungieren in ihren Einrichtungen oftmals als Multiplikatoren“, ergänzt Kellermanns Co-Leitung Swantje Goebel, „und genau das ist es, was wir uns wünschen, schließlich ist unser Ziel, Expertise in Palliative Care und Hospizkultur überall dorthin zu bringen, wo schwerkranke und sterbende Menschen versorgt werden.“

Fortbildung ist deswegen eine wichtige Aufgabe des Hospizvereins Bergstraße. Und so folgt auch gleich im Anschluss an die Basisqualifikation die große 160-stündige Zusatzqualifikation Palliative Care, die Pflegefachkräften vorbehalten ist. Die Anfragen waren wieder zahlreich, so dass dieser Kurs mit 16 Teilnehmenden ausgebucht ist. „Viele Interessierte mussten wir auf den nächsten Kurs vertrösten“, berichten die Akademieleitungen.

„Wir freuen uns sehr, dass das Interesse an der hospizlichen Arbeit so zugenommen hat. Natürlich gibt es diese Kurse auch im nächsten Jahr wieder.

Die Termine stehen schon fest und werden in den nächsten Wochen auf der Webseite des Hospizvereins erscheine“, heißt es abschließend. red

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