Bensheim

Weihnachtsbaum Aufstellen bereitete keine Probleme

Mit Augenmaß im Marktplatz versenkt

Archivartikel

Bensheim.Übergewicht hat der Hauptdarsteller des Abends nicht. Da hingen schon ganz andere tonnenschwere Kollegen am Haken von Agrartechniker Norbert Emig und dem Weiland-Team. Nicht zu leugnen ist aber die stattliche Überbreite. Die Fichte für den Bensheimer Weihnachtsbaum wird am Freitagabend langsam durch die Fußgängerzone manövriert, Millimeterarbeit ist angesagt, ein paar Blumenkübel müssen weichen. Noch ein paar stramme Äste links und rechts mehr und die grüne Wuchtbrumme hätte als ökologisch wertvoller Korken die Hauptstraße fachmännisch verstopft.

So aber schiebt sich das ausgewählte Exemplar aus dem Auerbacher Garten von Jörg-Ulrich Hübner mit seinen mindestens 23 Metern behutsam Richtung Marktplatz. Um 20.45 Uhr trifft der Schwertransport nahezu pünktlich ein, wie immer begleitet von einem Tross aus Feuerwehr, THW, „Bensheim Aktiv“-Machern, Polizei und Ordnungsamt. Am Zielort warten mehrere hundert Zuschauer, die vom Team Bensheim der Tour der Hoffnung bestens für einen guten Zweck bewirtet werden und trotz nasskaltem Novemberwetter einen Abstecher ins Zentrum gemacht haben.

„Das ist schon super, die Veranstaltung ist nach wie vor ein Anziehungspunkt“, befindet Erika Arnold von „Bensheim Aktiv“. Es ist wie in den Vorjahren ein kleines Warmlaufen für den am 28. November beginnenden Weihnachtsmarkt, bei dem der grüne Hüne mit seinen 30 000 LED natürlich eine zentrale Rolle einnimmt.

Nur eine Hürde muss der Hüne noch überwinden: den Weg von der Waagerechten in die Senkrechten. Das stellt dieses Mal keine einfache Aufgabe dar, denn die trockenen und heißen Sommer haben im Geäst ihre Spuren hinterlassen – und der Bensheimer Baum wäre in diesen Tagen nicht der erste gewesen, der kurz vor der Ziellinie quasi aus dem Leim geht.

Doch die Profis vor Ort haben einen grünen Daumen. THW-Kräfte entern die verschnürte Ladung und befreien sie von ihren Fesseln. Sorgfältig wird die Fichte schließlich angehoben, in die Luft befördert und standesgemäß im drei Meter tiefen Loch im Marktplatz versenkt. Das Publikum ist begeistert, die Macher zufrieden und die Einsatzkräfte haben durch die Bank weg bewiesen, dass ihnen im Weihnachtsbaumgeschäft so schnell keiner was vormacht. Die Adventszeit kann kommen.

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