Bensheim

Persönlich FDP-Chef Holger Steinert feiert heute seinen 60. Geburtstag / Seit Mitte der 80er Jahre aktiv

Mit Leidenschaft Kommunalpolitiker

Bensheim.Er ist einer der Marathonmänner in der Bensheimer Kommunalpolitik: Holger Steinert lenkt seit 1994 – mit einer Unterbrechung von knapp drei Jahren – die Geschicke des FDP-Ortsverbands. Außerdem führt er seit 2001 die Fraktion der Liberalen und ist damit der am längsten amtierende Fraktionsvorsitzende im Stadtparlament.

Heute feiert Steinert seinen 60. Geburtstag und kann auf eine lange Liste an Ehrenämtern zurückblicken. Der gebürtige Krefelder ist Mitglied in vielen Vereinen, von der Feuerwehr über die Grieseler Rote Funken bis hin zum Förderverein Hilfen für Wohnungslose reicht das Spektrum. An erster Stelle stand und steht aber die Kommunalpolitik, die er leidenschaftlich betreibt.

Höhen und Tiefen miterlebt

1986 wurde er Mitglied in der FDP. Er gehörte zum Gründungsvorstand der ersten Liberalen Initiative Mittelstand Hessen, war elf Jahre im Vorstand des Bezirksverbands Südhessen und kandidierte bei diversen Wahlen. Seitdem hat er die Höhen und Tiefen der Partei auf lokaler und Bundesebene miterlebt und mitgemacht. Vom Einzug ins Stadtparlament 2001 nach 29 Jahren Abwesenheit über einen Rückschlag bei den Kommunalwahlen 2011 bis hin zur letzten Abstimmung vor zwei Jahren. Damals holte die FDP drei Mandate, stellt seitdem wieder einen ehrenamtlichen Stadtrat und stockte – nach dem Wechsel von Tobias Fischer (vorher AfD) die Fraktion auf mittlerweile vier Köpfe auf.

Nachdem Steinert den Parteivorsitz in Bensheim 2015 an Jascha Hausmann weiterreichte, löste er seinen von ihm selbst vorgeschlagenen Nachfolger im März dieses Jahres wieder ab. Hausmann musste aus beruflichen Gründen kürzertreten, der „alte“ Chef sprang wieder ein, nachdem er selbst im August 2017 in den Vorruhestand gegangen war.

Der Diplom-Betriebswirt sitzt aber nicht nur im Stadtparlament, sondern auch im Ortsbeirat Schönberg. Dort hat er den stellvertretenden Vorsitz inne. Die Arbeit im Gremium „ist ein wohltuender Kontrast zur Arbeit in den Ausschüssen und in der Stadtverordnetenversammlung. Wir gehen im Ortsbeirat höflich, freundlich, respektvoll und konstruktiv miteinander um. Die Parteizugehörigkeit spielt dort keine nennenswerte Rolle“, bilanziert Steinert – und übt zugleich eine versteckte Kritik am Miteinander im Stadtparlament.

Trotz diverser Auseinandersetzungen und aufreibender Debatten über die Jahre kann er als Kommunalpolitiker in der Opposition auf einige Erfolge zurückblicken. In der sogenannten Architektenaffäre um Ex-Bürgermeister Thorsten Herrmann blieb die FDP hartnäckig am Ball. Am Weihnachtsmarkt in seiner heutigen Form haben die Liberalen ebenso ihren Anteil. Aktuell freut sich Steinert, dass nun „endlich das Fahrradparkhaus in der ersten Ausbaustufe am Bahnhof kommt“. Das habe man bereits 2013 vorgeschlagen. Der FDP-Prüfantrag habe schließlich zum Umsetzungsbeschluss der Koalition geführt.

Auch wenn fast 25 Jahre in der Kommunalpolitik Spuren hinterlassen haben, will der Jubilar sein „hauptamtliches Hobby“ so schnell nicht an den Nagel hängen. Zumal er durch die Altersteilzeit mehr Zeit für andere Freizeitaktivitäten hat – wie Sport treiben oder eine Runde mit der eigenen Harley drehen. Steinert fährt seit 2016 eine Road King. dr

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