Bensheim

Konzerte Am 22. September beginnen die Bensheimer Musiktage / Fünf leistungsfähige Ensembles sind zu Gast

Musik mit gehobenem Anspruch

Archivartikel

Bensheim.Zwei Monate lang prägen auch in diesem Herbst die Bensheimer Musiktage die künstlerische Szenerie in der größten Stadt der Bergstraße. Fünf leistungsfähige Ensembles dokumentieren deren Rang als Mittelzentrum der Musik mit gehobenem Anspruch.

Collegium Musicum: Zum Auftakt spielt das Collegium Musicum Bergstraße unter der Leitung von Bart Berzonsky unter anderem Maurice Ravels „Pavane pour une infante défunte“ – eins von mehreren Stücken, die wie so oft bei den Musiktagen den Tod auf großartige Weise in Tönen bann. „Reise um die Welt“ nennt sich das Programm, das am Samstag, 22. September, ab 19 Uhr im Parktheater vorgestellt wird. Die Reiseroute markieren Kompositionen des Wahl-Franzosen Frédéric Chopin, des nach Amerika verzogenen Tschechen Antonín Dvorák, des deutschen Romantikers Max Bruch und des 1944 geborenen Chinesen Bao Yuankai.

Cantemus: Wie Volkston und kunstvolle Komposition zu verbinden sind, zeigt der von Christoph Siebert dirigierte Kammerchor Cantemus Bensheim an zwei berühmten Beispielen. Im Konzert, das am Samstag, 29. September, um 20 Uhr im Parktheater beginnt, werden ausschließlich Werke von Robert Schumann und Johannes Brahms aufgeführt. Schumanns „Zigeunerleben“ und Brahms „Zigeunerlieder“ stehen für die zeitgenössische Begeisterung an dem Thema, dessen musikalischer Ertrag heute noch begeistert. Weitere Schätze aus dem Volksliedschaffen der Romantiker ergänzen den Liederabend.

Oratorienchor: Am Sonntag, 28. Oktober, wird der Oratorienchor Bergstraße gemeinsam mit dem Rimbacher Singkreis ab 17 Uhr in der Stadtkirche Sankt Georg Giuseppe Verdis Requiem aufführen, eines der größten romantischen Chorwerke. In dieser Requiem-Vertonung finden sich neben dramatischen Passagen, die den Opernkomponisten Verdi nicht verleugnen können, auch stille, zu Herzen gehende Töne, wuchtige Orchesterklänge neben Chorfugen in der Tradition Bachs. Zusammen mit den Chören musizieren das Heidelberger Kantatenorchester und vier Solisten, unter der Leitung von Konja Voll.

Kammerchor Sankt Georg: Wiederum der Romantik gewidmet ist das Konzert des Kammerchors Sankt Georg. Gemeinsam mit der Kammerphilharmonie Bad Nauheim rückt das von Gregor Knop geleitete Ensemble am Sonntag, 11. November, ab 17 Uhr in Sankt Georg einen einzigen Komponisten in den Mittelpunkt: Felix Mendelssohn. Sein „Christus“ bezeugt den großen Wurf, den der Tonschöpfer mit seinem dritten Oratorium vorhatte. Größe ist dem „Lobgesang“, auch bekannt als zweite Sinfonie Mendelssohns, in jeder Hinsicht eigen.

Chor ars musica: Zum Abschluss führt der ars musica chor Bensheim am Sonntag, 25. November, ab 18 Uhr in der Stadtkirche Sankt Georg Johannes Brahms „Ein deutsches Requiem“ op.45 für Soli, Chor und Orchester auf. Zur Seite stehen dem Chor zwei Solisten, der Oratorienchor Landau und die Kammerphilharmonie Weinheim. Die musikalische Leitung hat Hans Jochen Braunstein. Brahms orientierte sich bei der Auswahl seiner Texte nicht am traditionellen Kanon des Requiems als Totenmesse, sondern wählte aus Texten des Alten und Neuen Testaments solche aus, in denen der Trost der Hinterbliebenen im Mittelpunkt steht. Als Eingangsstück wird die Tragische Ouvertüre von Brahms zu hören sein. red

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