Bensheim

Kirche in Gronau Läutwerk und Orgel funktionieren nicht mehr

Nach Blitzeinschlag schweigen die Glocken

Archivartikel

Gronau.In der evangelischen Kirche der Gemeinde Gronau/Zell ist der Blitz eingeschlagen. Die sichtbaren Schäden halten sich in Grenzen, aber die Elektrik ist beschädigt, teilt das Evangelische Dekanat Bergstraße mit.

Turmuhr als stummer Zeuge

Der Blitzeinschlag erfolgte in der Nacht vom vergangenen Samstag (6. Juli) auf Sonntag (7.) um 1.55 Uhr. Davon zeugt die Kirchturmuhr, die genau zu diesem Zeitpunkt stehengeblieben ist.

Auch Orgel, Läutwerk und Mikrofonanlage funktionieren nicht mehr. Elektriker haben damit begonnen, die Sicherungen auszutauschen. Bis wann die Elektrik komplett repariert werden kann, ist nach ihren Angaben noch offen. Alle Stromleitungen müssten überprüft werden.

Den Schaden bemerkte als Erste die Küsterin, als sie zum Sonntagsgottesdienst läuten wollte. Das Geläut blieb aus. Der Gemeinde gelang es aber, zu improvisieren und den gut besuchten Taufgottesdienst zu retten, berichtet Dekanats-Pressesprecher Berndt Biewendt.

„Ich habe mit lauter Stimme gesprochen, die Orgel konnte spielen, weil der Blasebalg mit den Füßen in Gang gesetzt wurde. Es war wie vor hunderten Jahren auch. Es ist gut, wenn alte Technik gut restauriert ist und anstandslos funktioniert“, sagte Pfarrerin Uta Voll. Der Blitzeinschlag geschah mit einem lauten Knall, der bis nach Bensheim zu hören war. Etliche Einwohner wurden aus dem Schlaf gerissen.

Blitzableiter, mit denen die Kirche ausgestattet ist, bieten nach Angaben von Experten keinen hundertprozentigen Schutz. Der Blitz, so heißt es, suche sich seinen Weg. Er ist nach ersten Vermutungen im Kirchturm oder im Läutwerk eingeschlagen.

Am kommenden Sonntag, 14. Juli, feiert die Gemeinde den Gottesdienst im Gemeindehaus in Zell. Der darauffolgende Sonntagsgottesdienst (21. Juli) in der Kirche wird musikalisch vom Posaunenchor gestaltet. Pfarrerin Voll hofft, dass bis zum Einschulungsgottesdienst nach den Sommerferien alle Schäden beseitigt sind.

Wie hoch der Gesamtschaden ist, lässt sich derzeit noch nicht beziffern, heißt es in der Pressemitteilung abschließend. red

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