Bensheim

FWG Ortstermin mit Schwanheimer Landwirt

Naturschutz am Acker

Archivartikel

Bensheim.Die FWG hatte sich in einer ihrer wöchentlichen Sitzungen mit dem Landwirt Dietmar Ahlheim und dem Naturschützer Willi Helm über die Vereinbarkeit von Landschafts- und Naturschutz mit den Erfordernissen der Landwirtschaft ausgetauscht. Fazit war, dass sich Ökologie und Ökonomie zum Wohle aller verbinden lassen, sofern die Bereitschaft der Gesellschaft und der Verbraucher dazu vorhanden sei.

Es wurde ein Ortstermin vereinbart, um sich vor Ort ein Bild von Blühstreifen und dem Landschaftsschutz durch die Landwirte zu machen. Zu diesem Termin hatten sich nun viele interessierte Bürger in Schwanheim versammelt.

Dietmar Ahlheim zeigte beispielhaft einen von ihm angelegten Blühstreifen am Rande eines Zuckerrübenfeldes. Die in der von ihm verwendeten Samenmischung vorhanden Pflanzenarten seien so ausgewählt, dass sie nacheinander blühen und so den Bienen und anderen Insekten über einen langen Zeitraum – auch in sonst trachtarmen Zeiten – Nektar und Pollen bieten.

Für diesen Naturschutz wende er etwa 500 Euro pro Hektar und Jahr auf. Hinzu kämen Kosten für die Pflege von in der Nähe angepflanzten Hecken, die Vogel für ihre Nester und Kleintiere als Rückzugsort nutzen.

Für die nach den EU-Regelungen geforderten fünf Prozent Ausgleichsflächen bezogen auf die Anbauflächen hat der Landwirt bezüglich der Gestaltung freie Hand. Diese Flächen sollten sinnvollerweise als Blumenwiese und Bienenweide genutzt werden.

Hierfür sollten möglichst viele Landwirte gewonnen werden. Deren Bereitschaft würde sicher steigen, wenn die Stadt die Landwirte etwa durch Mittel für das Saatgut unterstützen würde, meint die FWG. Die Wählergemeinschaft will in diesem Sinne in den Haushaltsberatungen für das Jahr 2020 agieren. red

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