Bensheim

Bürger für Bensheim Pächter sollen kein Glyphosat verwenden

Naturschutz auf städtischen Flächen

Bensheim.Vor einem Jahr wurde von der Wählergemeinschaft „Bürger für Bensheim“ (BfB) zusammen mit den Koalitionspartnern von CDU und GLB ein Antrag an den Magistrat der Stadt Bensheim eingereicht, bei Neuabschluss und Verlängerung von Pachtverträgen auf städtischen Flächen eine Bedingung aufzunehmen, durch die der Einsatz von glyphosat- und von neonicotinoidhaltigen Pestiziden verhindert wird.

Auch mit Neonicotinoiden behandeltes Saatgut sollte nicht mehr verwendet werden. „Glyphosat ist nicht nur ein Gift für Pflanzen und Tiere, sondern auch für Menschen. Die Weltgesundheitsorganisation hat es in die zweithöchste von fünf Gefahrenstufen für Krebsrisiken eingestuft“, schreibt die BfB. Zudem wirke Glyphosat schädlich auf das Hormonsystem.

Neonicotinoide sind ebenfalls Pestizide, sie gehören in die Gruppe der Insektizide. Sie werden in der Landwirtschaft eingesetzt, um ungeliebte Insekten abzutöten. Diese Gruppe von Pestiziden töten nicht nur Schädlinge, sondern auch die verschiedensten Bienenarten, Schmetterlinge sowie Insekten, die Nahrungsquelle für Vögel.

Bereis auf 15 Hektar umgesetzt

Der Beschluss wurde bereits auf 14,73 Hektar der städtischen Flächen in Bensheim umgesetzt, schreibt die BfB und wertet dies als großen Erfolg.

Bis Ende Oktober 2021 sollen die restlichen landwirtschaftlich genutzten Pachtflächen umgestellt werden, heißt es weiter.

„Für uns war es ein großes Anliegen, eine Trendwende bei der Bearbeitung der landwirtschaftlichen Böden als Schutz für die Menschen und die heimische Insektenwelt zu erreichen“, informiert BfB-Stadtverordnete Ulrike Vogt-Saggau. red

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