Bensheim

Firma Graichen Auerbacher Unternehmen nimmt Bestellungen entgegen – solange der Vorrat reicht

Neuer Nachschub an Desinfektionsmittel

Archivartikel

Bensheim.Wer in den vergangenen Wochen Desinfektionsmittel kaufen wollte, brauchte ein glückliches Händchen. Meistens waren die gängigen Produkte ausverkauft. Während man sich in Privathaushalten anderweitig behelfen kann (und sollte), stellt die Entwicklung Mediziner und Pflegekräfte vor immens Probleme.

„Sie beklagen den Mangel an Desinfektionsmitteln. Sämtliche Händler sind nicht lieferfähig, die Preise sind absurd. Auch Rohstoffe und Behältnisse sind schwer zu organisieren“, erklärt Uwe Burchardt, Geschäftsführer der Graichen Produktions- und Vertriebs GmbH. Das in Bensheim ansässige Unternehmen folgte nun dem Aufruf der Bundesregierung und produzierte im Eiltempo Desinfektionsmittel für Hände und Flächen mit den derzeit zur Verfügung stehenden Ressourcen.

So wurde in der Kürze der Zeit der Rohstoff beschafft und Personal aus der laufenden Produktion für die Herstellung bereitgestellt. Handhygiene und allgemeine Hygienemaßnahmen seien die wichtigsten präventiven Maßnahmen, um sich zu vor einer Infektion zu schützen, teilt die Firma in einer Pressemitteilung mit. Das von Graichen produzierte Desinfektionsmittel erfülle den Standard der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und soll nun so schnell wie möglich den Arztpraxen und Pflegediensten, öffentlichen Einrichtungen, aber auch Privathaushalten in der Region zur Verfügung stehen. Auf die sehr hohe Anfrage von regionalen Arztpraxen und Pflegediensten werde nun reagiert. „Wir müssen alle Hebel in Bewegung setzen“, so Burchardt.

Graichen und sein Team produzierten mit den derzeit knappen zur Verfügung stehenden Rohstoffen eine begrenzte Anzahl des Desinfektionsmittels „Gracosept“ zur Abgabe in zwölf Mal Ein-Liter-Behältnissen – solange der Vorrat reicht.

Die Bestellungen werden ausschließlich unter info@gracosept.de aufgenommen und ausgeliefert. Werksverkauf ist nicht möglich. Der Versand erfolgt ab Werk, erläuterte das Unternehmen.

In vierter Generation

Seit 1910 ist Graichen mittlerweile in der vierten Generation im Bereich Lohnkonfektionierung sowie Lohnabfüllung und Etikettierung von Aerosolen, Ampullen, Flaschen, Kanistern und Containern tätig. Zu dem Leistungsspektrum gehört aber auch die Produktion zahlreicher Eigenprodukte im Bereich Kosmetik, Hygiene und Desinfektion.

„Wir müssen jetzt mit unseren knappen Restbeständen die Region versorgen“, betonte Uwe Burchardt – und den Mangel im Interesse aller Bürger schnellstmöglich beseitigen. An Nachschub zu kommen gestalte sich äußerst schwierig. „Lieferzeiten sind lange und Rohstoffe teuer“, bemerkte Bianca Scholz, Leiterin der Qualitätssicherung bei Graichen. Doch das Team von Graichen sorge unter Hochdruck für den Nachschub. red

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