Bensheim

Fehlheim Die drei Feuerwehren der westlichen Stadtteile probten den Ernstfall / Brand im Kindergarten angenommen

Personensuche hatte Priorität

Archivartikel

Fehlheim.Traditionell finden im Herbst die Abschlussübungen der Bensheimer Stadtteilfeuerwehren statt. Den Auftakt bildete am vergangenen Samstag die Abschlussübung der Feuerwehren Fehlheim, Schwanheim und Langwaden, die in diesem Jahr turnusgemäß in Fehlheim stattfand.

Mit dem katholischen Kindergarten hatte die Fehlheimer Wehr ein anspruchsvolles Objekt ausgewählt. Angenommen wurde ein Brand in der Küche des Kindergartens. Um die Übung möglichst realistisch zu gestalten, war das komplette Gebäude verraucht.

Drei Kinder wurden in dem Gebäude vermisst. Diese Lage wurde dem Einsatzleiter, dem frisch ausgebildeten Zugführer der Fehlheimer Wehr, Harald Berger, von Kreisbrandmeister Volker Steiger mitgeteilt.

Berger koordinierte als Einsatzleiter den Einsatz der drei Feuerwehren und wies die Gruppenführer Sascha Klein (Fehlheim), Jürgen Werner (Schwanheim) und Jörn Kleber (Langwaden) in die Lage ein. Die Rettung der drei vermissten Personen hatte höchste Priorität für die drei Wehren, die jeweils zwei Trupps mit Atemschutzgeräten in das Gebäude schickten.

Parallel dazu wurde von der Feuerwehr Fehlheim und Schwanheim eine Wasserversorgung aufgebaut, um ausreichend Löschwasser für die Brandbekämpfung und den Schutz der im Gebäude eingesetzten Kräfte zur Verfügung zu haben.

Die Absuche des weitläufigen Gebäudes gestaltete sich aufgrund der Anzahl der Räume und der kompletten Verrauchung als schwierig. Den Atemschutztrupps wurden daher bestimmte Bereiche für die Suche zugewiesen. Parallel hierzu wurde mit der Belüftung des Gebäudes begonnen. Als erstes wurde Jugendfeuerwehrmann Sandro Herzog aus dem Gebäude „gerettet“. Die Rettung der beiden anderen „Kinder“ war für die Atemschutzgeräteträger Schwerstarbeit. Handelte es sich doch um Übungspuppen mit einem Gewicht von fünfzig und sechzig Kilogramm.

Unter den Übungsbeobachtern waren neben Stadtbrandinspektor Jens-Peter Karn und dessen Stellvertreter Thomas Strößinger auch Stadtrat Hans Seibert und die stellvertretende Kita-Leiterin Petra Doroch sowie Lothar Mund und Dr. Stefan Stötzel vom Fehlheimer Ortsbeirat.

Bei der anschließenden Zusammenkunft im Feuerwehrhaus begrüßte Fehlheims Wehrführer Rüdiger Linder die Teilnehmer und Gäste. Kreisbrandmeister Volker Steiger analysierte in seiner Manöverkritik den Übungsablauf. Als positiv zu bewerten seien die Strategie bei der Personensuche und die regelmäßigen Rückmeldungen per Funk. Allerdings gab er zu bedenken, dass man bei einem Objekt dieser Art mehrere Angriffswege wählen sollte, um die Personensuche noch effektiver durchführen zu können.

Stadtbrandinspektor Jens-Peter Karn machte deutlich, dass gemeinsame Übungen sinnvoll und notwendig sind, zumal die drei Wehren in den westlichen Stadtteilen auch im Ernstfall gemeinsam alarmiert werden. Petra Doroch, erhielt wichtige Tipps von den Brandschutzexperten. So sollte bei einer Evakuierung des Kindergartens neben der Anwesenheitsliste auch eine Liste der zur Abholung der Kinder berechtigten Personen dabei sein. red

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