Bensheim

Konzert „Tote Hosen“-Tribut-Band begeistert im Bensheimer Rex

Publikum feiert „Kauf mich!“ im Musiktheater

Archivartikel

Bensheim.„Kauf mich!“, so lautet der Titel des achten Studioalbums der deutschen Band „Die Toten Hosen“. 1993 erschienen war dieses Album ein musikalischer Meilenstein in der nun schon über dreißigjährigen Bandgeschichte der Punkrockikonen aus Düsseldorf und erreichte damals auch den ersten Platz in den deutschen Albumcharts. Darauf enthaltene Titel wie „Wünsch dir was“ oder „Alles aus Liebe“ zählen heute noch zum Repertoire der Punkrocker und sind fester Bestandteil der Konzerte der Band um den charismatischen Frontmann Campino.

Musikalischen Traum erfüllt

Zwei Bergsträßer Musiker ließen sich von diesem Album im Jahr 2012 beeinflussen und gründeten eine „Tote Hosen“-Tribute Band mit eben dem Namen „Kauf Mich!“. Die beiden Lorscher Sascha Maurer und Volker Langhauser waren zuvor schon in einer anderen „Hosen“-Formation an der Gitarre aktiv, ehe sie beschlossen, ihr eigenes Ding durchzuziehen, sich ganz der Musik des Düsseldorfer Quintetts zu widmen und sich zugleich einen musikalischen Traum zu erfüllen. Vor allem Sascha Maurer, in Lorsch lebender Haupt- und Realschullehrer mit Lautertaler und Bensheimer Wurzeln, ist in der Bergsträßer Musikszene kein Unbekannter. Und „Die Toten Hosen“ sind schon seit ihren Anfangsjahren eine große Leidenschaft des Rhythmusgitarristen.

450 Zuschauer

Maurer und Langhauser gastierten nun am Wochenende mit „Kauf Mich!“ im Bensheimer Musiktheater Rex und die große Fan-Basis der Originale, die musikalische Qualität der Cover-Formation und nicht zuletzt auch der Bekanntheitsgrad von Sascha Maurer sorgten dafür, dass das Kulturdenkmal sehr gut besucht war. Gut 450 Fans waren Zeugen einer energiegeladenen und über zweistündigen Punk-Rock-Show, in der „Kauf Mich!“ eindrucksvoll unter Beweis stellten, dass sie definitiv zu den besten „Hosen“-Tribute Bands in der Republik zählen. „Viele Bands spielen die ,Hosen’, ,Kauf mich!’ lebt die Hosen“, lautet eine der Maxime der Cover-Formation – und diesem Grundsatz wurde die Combo vom ersten Ton an gerecht.

Maurer sorgte dabei an der Rhythmusgitarre für das „Hosen“-typische Gitarrenbrett und Langhauser stellte am Sechssaiter unter Beweis, dass es auch beim „Hosen-Punk“ auf Technik, Spielkönnen und die passenden Sounds ankommt. Doch auch die musikalischen Mitstreiter des Bergsträßer Duos zeigten sich als Könner und hatten ihren Anteil am Gelingen der ausgelassenen Punk-Rock-Party im Musiktheater:

Christian Zimmermann (Schlagzeug) und Christian Schnakenberg (Bass) waren für das musikalische Fundament der Band verantwortlich, und Benny Blaess (Gesang) stand dem „Hosen“-Original stimmlich in Nichts nach. Gemeinsam ergänzten sich die fünf Vollblutmusiker zu einer verschworenen Einheit, die das Publikum vom ersten Ton an fest im Griff hatte. Dieses wiederum zeigte sich textsicher, sang lautstark mit, hatte Lust zum Feiern und natürlich wurde der Platz unmittelbar vor der Bühne dann auch zum ausgelassenen Pogotanzen genutzt.

„Kauf Mich!“ bot dabei sich und auch dem Publikum keine echte Verschnaufpause. Ein „Hosen“-Klassiker jagte den anderen, und die Setliste präsentierte sich dabei breitgefächert. „Wir haben alten Kram dabei, habt ihr darauf Bock“, fragte Benny Blaess das Publikum – und das hatte in der Tat Lust auf Klassiker wie „Schwarzwaldklinkik“, „Liebessspieler“, „Verschwende deine Zeit“ oder „Halbstark“. Natürlich durften Hymnen wie das „Wort zum Sonntag“, „Hier kommt Alex“ oder „Bonnie und Clyde“ im Programm ebenfalls nicht fehlen, so dass das gleich zu Beginn besungene „Auswärtsspiel“ binnen weniger Minuten zu einem echten Heimspiel für die Combo geriet. Doch auch aktuelle „Hosen“-Hits wie „Tage wie diese“ „Altes Fieber“ oder „Wannsee“ hatte die Tribute-Band im Gepäck und traf somit ganz den Geschmack.

Ganz nach dem Vorbild des Originals ließ sich die Band natürlich auch nicht lange um eine Zugabe bitten. Und diese fiel ausgiebig und intensiv aus. Nachdem man nach über zwei Stunden mit dem Publikum dann „Zehn kleine Jägermeister“ und „eisgekühlten Bommerlunder“ getrunken hatte, war es dann an der Zeit, musikalisch einen letzten „Schönen Gruß“ an die restlos begeisterten Fans zu richten, die „Kauf Mich!“ danach zu Recht minutenlang feierten.

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