Bensheim

Wald Teilfläche bei Schwanheim wird nicht mehr bewirtschaftet

Schutz für Heldbock und Co.

Archivartikel

Bensheim.Im Januar wurde eine Teilfläche des Schwanheimer Waldes von 1,31 Hektar Größe aus der Bewirtschaftung genommen. Der Schwanheimer Wald gehört zum Flora-Fauna-Habitat (FFH) „Jägersburger und Gernsheimer Wald“.

Mit der Stilllegung der Teilfläche in Schwanheim summieren sich die Stilllegungsflächen im Bensheimer Stadtwald auf insgesamt 20,51 Hektar. „Wir unterstützen diese Entwicklung ausdrücklich, die im bisherigen Koalitionsvertrag festgehalten ist“, betont BfB-Stadtverordnete Ulrike Vogt-Saggau. Die Stadt Bensheim habe geeignete Waldflächen aus der forstwirtschaftlichen Bewirtschaftung herausgenommen, um diese Flächen den natürlichen Prozessen zu überlassen. In Zukunft werde auf diesen Flächen der Totholzanteil steigen. Es werde zu einem größeren Strukturreichtum kommen. In diesen Gebieten dürfen außer notwendigen Verkehrssicherungsmaßnahmen an Wegen keine weiteren menschlichen Eingriffe durchgeführt werden, informiert Stadtverordneter Helmut Reuter.

Die vorgeschlagene Fläche liegt im Waldrandbereich unmittelbar angrenzend an den Lindenbruchgraben. Der alte Laubwald dort besteht aus über 200-jährigen Buchen, Eichen und Hainbuchen mit Eschen am Waldrand.

Auf der Fläche kommen geschützte Arten vor, so der in Deutschland vom Aussterben bedrohte Heldbock und der auf der bundesweiten Roten Liste aufgeführte Hirschkäfer, der als stark gefährdet gilt, so Stadtverordneter Franz Apfel abschließend. red

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