Bensheim

TSV Auerbach Vorstand will die Lage zwischen den Jahren für die Zeit ab dem 1. Februar neu bewerten

Skiabteilung sagt sieben Fahrten ab

Archivartikel

Auerbach.Eine ungewöhnliche Vorstandssitzung der TSV Auerbach Skiabteilung fand am Mittwochabend statt. An Videokonferenzen sind die Vorstandsmitglieder mittlerweile gewöhnt und die effiziente Vorstandsarbeit ist gewährleistet – doch die Absage von sieben Fahrten auf einen Streich macht sich kein begeisterter Skifahrer leicht.

Trotzdem herrscht nach langem Austausch über das Für und Wider schließlich Einstimmigkeit über die Entscheidung, alle Skifahrten im Dezember und Januar auszusetzen. In der leisen Hoffnung, für die zweite Saisonhälfte eine neue Situation sehen zu können.

Viele Vorarbeiten aus dem Jahresverlauf sind damit hinfällig. Sei es die Organisation der Skifahrten oder sei es die Erstellung des Programmheftes und des Hygienekonzeptes. Die Skiabteilung war trotz Corona-Pandemie hervorragend vorbereitet auf die anstehende Wintersaison. Nun gewinnt das verantwortungsbewusste Handeln über den Willen, Skifahrten durchzuführen. Auch wenn die Durchführung im Dezember oder Januar (noch) nicht behördlich verboten wurde, greift der Verein mit Blick auf die Verantwortung für die Mitglieder hier vor.

Besonders schwer fällt die Entscheidung, weil sich schon so viele Teilnehmer angemeldet haben. So waren drei der sieben abgesagten Fahrten komplett ausgebucht. Für die Familienfahrt über Silvester bestand sogar eine Warteliste.

Dennoch wiegt bei der Entscheidung gegen die Durchführung der Fahrten die Gesundheit der Teilnehmer schwerer als wirtschaftliche Überlegungen.

„Man hat im Spätsommer und Herbst viele Angebote gesehen, die mit Hygienemaßnahmen eingeschränkt möglich waren. Doch wir stellten uns die Frage, ob eine Gruppenreise unter den aktuellen Bedingungen ein schöner, unbeschwerter Urlaub sein kann“, führt Abteilungsleiter Martin Krämer aus.

Keine Stornogebühren

In der Erörterung dieser Frage kamen die Abteilungsvorstände einstimmig zu dem Schluss, dass nicht alles, was legal möglich ist, auch legitim und vertretbar ist. Der Verein entschied sich gegen ein Abwarten und bietet somit allen Teilnehmern Planungssicherheit und die Möglichkeit, ihren Skiurlaub privat zu organisieren. Für keinen Teilnehmer entstehen Stornogebühren, auch das war den Vereinsvorständen sehr wichtig.

Die Skifahrten der TSV Auerbach sind über die Grenzen des Kreises als hervorragend organisiert bekannt. Das Angebot reicht von Skikursen über die komplette Organisation bis zu tollen Abendprogrammen. Da ein Großteil des Erlebnisses durch die Einschränkungen verloren gehen würde, hat man sich schweren Herzens, aber letztendlich äußerst verantwortungsbewusst, zur Absage der Fahrten entschieden.

Die Durchführbarkeit der Fahrten in der zweiten Saisonhälfte ab Februar 2021 wird zwischen den Jahren erneut bewertet. Doppelt traurig sei die Absage der ersten Hälfte der Saison vor dem Hintergrund, dass die Skiabteilung gerade als Abteilung des Jahres in der TSV Auerbach ausgezeichnet wurde. „Diese tolle Auszeichnung hätten wir gerne bei der Durchführung der Fahrten bestätigt. Dies muss nun bis mindestens Februar 2021 warten“, heißt es abschließend. red

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