Bensheim

Verkaufsoffener Sonntag Hochbetrieb in der Bensheimer Fußgängerzone – fast wie beim Winzerfest

Sommer, Shopping, Schoppe

Archivartikel

Bensheim.Frühlingssonntag? Weit gefehlt. Der verkaufsoffene Menschenauflauf in der Bensheimer Innenstadt hatte gestern eindeutig sommerliche Züge – Hoch Quinlan sei dank. Bei angenehmen 26 Grad ließ es sich meteorologisch entspannt durch die Fußgängerzone flanieren, die durch die Kunstmeile zusätzlich Anreize für einen Abstecher bot.

Schon bevor die Geschäfte offiziell ihre Türen öffneten, spazierten die Besucher durch die Gassen. „Wir haben eine Fahrradtour gemacht und sind spontan hier abgestiegen“, erklärte ein Ehepaar aus Darmstadt. Auf der Suche nach einer Stärkung für den Rückweg wurden sie schnell fündig – das Angebot war vielfältig und reichte von den Klassikern bis hin zu einem lecker duftenden Pfannengericht nach mallorquinischem Rezept.

Potenzial ist vorhanden

Es zeigte sich im Lauf des Tages einmal mehr, dass die Bensheimer City – wie sie von Einzelhändler aus Marketinggründen gerne genannt wird – durchaus Potenzial hat. Die Kunst wird es in den nächsten Jahren allerdings sein, die Möglichkeiten auszuschöpfen. Das gilt für den Marktplatz ebenso wie für die eine oder andere Ecke, an der Leerstand oder eine wenig publikumsträchtige Vermietung eine bessere Entwicklung verhindern.

Den Besuchern waren solche Überlegungen am Sonntag mehr oder minder egal. Es herrschte Hochbetrieb zwischen Ritterplatz und Storchennest – und zwischendurch ging es an den Engstellen ähnlich kuschelig zu wie zu guten Winzerfestzeiten.

Den meisten ging es darum, einen schönen Sommertag mit Schaufensterbummel und Einkäufen zu erleben. „Bei dem Sonnenschein muss man raus. Erst in die Natur und jetzt hier ein bisschen was shoppen“, fasste ein Bensheimer die persönliche Planung zusammen. Zwei ordentlich gefüllte Taschen bewiesen, dass er und seine Frau bei der Tour durch die Läden fündig wurden.

Die Einzelhändler, von denen die meisten an der Aktion teilnahmen, und der Verein „Bensheim Aktiv“ boten eine passende Plattform, um Kommerzielles mit Kunst und Genuss zu verbinden. Es war ein schön abgestimmtes Programm, das sich den Besuchern bot. Musik überall in der Innenstadt (fast schon ein kleiner Appetitanreger für das Maiway-Festival am Mittwoch), proppenvolle Cafés und Restaurants, Sonderangebote und motivierte Kunden ergaben eine stimmige Mischung.

Programm für die Kleinen

Unterhaltung für die Kleinen durfte ebenfalls nicht fehlen. Kaum freie Plätze gab es am Bürgerwehrbrunnen, wo die Jungs und Mädchen Seife herstellen durften. Die kreativen Teilnehmer hatten dort ebenso viel Spaß wie am Rinnentor, wo Salome Saremi-Strogusch und Liza Herzig einen Filz-Workshop auf die Beine stellten.

Während der Nachwuchs beschäftigt war, konnten die Eltern durchschnaufen oder eine Runde durch die Fußgängerzone drehen. Die dauerte gestern in den meisten Fällen länger als gedacht – es gab einfach jede Menge zu sehen, anzuprobieren oder zu verkosten, wie etwa den Flames-Wein, den Spielerinnen am Marktplatz ausschenkten. Unterm Strich blieb abends die Erkenntnis, dass es manchmal nicht viel braucht, um einer Innenstadt Leben einzuhauchen. Nur kann man sich eben nicht immer darauf verlassen, dass das Wetter mitspielt.

Info: Fotostrecke im Internet unter www.bergstraesser-anzeiger.de

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