Bensheim

CDU-Fraktion Informationsbesuch bei der GGEW AG / Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen

„Sonnendächer“ im Fehlheimer Neubaugebiet Pflicht

Bensheim.„Potenzial zur Nutzung erneuerbarer Energie besteht in der Region vor allem bei der Photovoltaik“, schreibt die Bensheimer CDU-Fraktion in einer Pressemitteilung. Über die Möglichkeiten zur Gewinnung von Elektrizität aus Sonnenkraft informierten sich die Kommunalpolitiker jetzt beim Energieversorger GGEW AG.

Vor allem die Dächer sind im Blick, wenn es darum geht, weitere Flächen mit Solarzellen zu bestücken, heißt es in der Verlautbarung. „Die GGEW hat eine Reihe solcher Vorhaben vor Ort verwirklicht, unter anderem auf Gebäuden, die der Stadt Bensheim gehören.“

Für private Hauseigentümer biete das Unternehmen ein Komplettpaket an, um „Sonnendächer“ für den Kunden zu betreiben. Für den selbst erzeugten Strom liege damit eine „Strompreisbremse“ vor.

Höhere Akzeptanz

In Heppenheim wurde eine Freiflächen-Photovoltaikanlage errichtet. Die Christdemokraten sehen dies auch an anderen Stellen in der Region als vorstellbar an – während dem Aufstellen von Windrädern die mangelnde Akzeptanz in der Bevölkerung und der Naturschutz entgegenstehen würden, schreibt die CDU. Damit ließe sich die regionale Erzeugung erneuerbarer Energie steigern.

GGEW-Vorstand Carsten Hoffmann erläuterte gemeinsam mit den Bereichsleitern Michael Lomitschka und Uwe Sänger die Strategie des kommunalen Versorgungsunternehmens, das einen starken regionalen Fokus hat, aber auch den deutschlandweiten Vertrieb weiterführt. Zu den innovativen Angeboten zählen neben der erneuerbaren Stromerzeugung auch Dienstleistung rund um Energie besonders in Neubaugebieten sowie Ausbau und Vermarktung der Glasfaserinfrastruktur.

Für Wohngebiete wird eine ganzheitliche Lösung zur Versorgung angestrebt, die benötigte Energie soll weitgehend im Quartier selbst erzeugt werden. Der Strom speist sich großteils aus Photovoltaik, mit der Möglichkeit zur Speicherung.

Heizungen können durch ein Nahwärmenetz betrieben werden, das mit einem Blockheizkraftwerk unter Einsatz von Biogas verbunden ist. Für die Steuerung ist ein Breitbandnetz erforderlich, das gleichzeitig den Zugang zu schnellem Internet ermöglicht.

„Die CDU hat sich dafür eingesetzt, die Voraussetzungen für ein solches Konzept beispielsweise im Neubaugebiet in Fehlheim zu berücksichtigen. Dort ist die Nutzung der Dachflächen für Photovoltaik verpflichtend. Form und Neigung der Dächer wurden entsprechend festgelegt“, erklärt Fraktionsvorsitzender Markus Woißyk. Eine Maßnahme, die dazu dient, im Wohnsektor den Klimaschutz konkret umzusetzen.

„Intelligente“ LED-Leuchten

Die Pläne des Energieversorgers reichen bis hin zum Angebot von Car-Sharing mit Elektroautos, das in einem solchen Wohngebiet etabliert werden könnte, sowie öffentlichen Elektroladesäulen. 87 Punkte mit Ladesäulen stehen inzwischen zur Verfügung.

Intelligente Konzepte

Weiteres Beispiel für intelligente Konzepte ist die Straßenbeleuchtung im Gewerbegebiet Stubenwald II. Die LED-Leuchten richten sich automatisch nach dem Bedarf, sie erhöhen die Helligkeit bei Bewegung im Umfeld – ansonsten strahlen sie weniger intensiv.

Somit sorgen sie für einerseits energiesparende und andererseits sicherheitsgebende Ausleuchtung, heißt es in der Pressemitteilung abschließend. red

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