Bensheim

Neubaupläne Einstimmiger Beschluss im internen Bauausschuss / Kein Umzug der Verwaltung an den Berliner Ring

Sparkasse bleibt in der Innenstadt

Archivartikel

Bensheim.Der Bauausschuss der Sparkasse Bensheim hat auf Vorschlag des Vorstandes in seiner Sitzung am Donnerstag die aktuell zwei Varianten der möglichen Neubaupläne der Sparkasse weiter bewertet und einen eindeutigen, einstimmigen Beschluss gefasst: Die Sparkasse soll ihre Hauptstelle inklusive der Geschäftsstelle in der Bensheimer Innenstadt belassen und das Areal an der Bahnhof- und Neckarstraße entsprechend entwickeln. Das empfiehlt das Gremium dem Verwaltungsrat für seine am 19. März stattfindende Sitzung.

Planungsstopp im August

Die Sparkasse Bensheim plant – wie mehrfach berichtet – seit 2016 den Flächenbedarf der künftigen Hauptstelle des Kreditinstitutes. Der im Architektenwettbewerb 2017 als Sieger gekürte Entwurf des Wiesbadener Büros Zaeske und Partner konnte hierbei aus verschiedenen Gründen nicht umgesetzt werden.

Neben der aktuell überhitzten Preissituation in der Baubranche führten erhebliche verdeckte Mängel im Bestandsgebäude im August 2019 zur Entscheidung der Sparkasse, die aktuellen Planungen aufgrund „nicht mehr vertretbarer kalkulierter Gesamtkosten“ vorläufig zu stoppen, heißt es in einer Pressemitteilung.

In einer Planungspause wurde der Auftrag formuliert, eine Vielzahl bautechnisch möglicher Varianten zu erarbeiten, um diese anschließend intensiv zu bewerten. Dies führte zu der grundsätzlichen Empfehlung, dass derzeitige Bestandsgebäude abzureißen und das gesamte Areal umfassend zu entwickeln.

Diese Weichenstellung stehe hierbei im Kontext dann möglicher weiterer Gebäudeteile, die zum Beispiel für Wohnungen, moderne Bürokonzepte geeignet wären. Ziel der Sparkasse ist es, neben der Nutzung einzelner Gebäudeteile durch die Sparkasse auch Mieteinnahmen zu erzielen. Diese sollen die Ertragslage der Sparkasse im Kontext ihrer Strategie „Sparkasse 2024“ nachhaltig stabilisieren und verbessern.

„In unserem Pressegespräch Ende Februar haben wir die noch vorliegenden Möglichkeiten transparent dargelegt: Die Variante mit einer komplett innerstädtischen Umsetzung sowie die Variante mit einer Verlagerung von Teilen der Verwaltung und Beratung an den Berliner Ring“, so der Vorstandsvorsitzende Eric Tjarks am Rande der Sitzung des Bauausschusses. Hierbei sei die Variante mit einem möglichen Neubau am Berliner Ring auch aus finanziellen Gründen als Möglichkeit der Umsetzung einbezogen worden, so weiter aus Sparkassenkreisen.

Nach weiteren Beratungen schlägt der Bauausschuss dem Verwaltungsrat einstimmig vor, die Planungsvariante außerhalb der Innenstadt nicht weiter zu verfolgen.

Die Konzeption „Zusätzlicher Standort am Berliner Ring“ werde als nicht zielführend eingeschätzt, da neben weiteren Faktoren kein geeignetes Grundstück mit Baurecht verfügbar sei. Dieses Votum entspreche auch dem Vorschlag des Vorstandes der Sparkasse. „Es war uns wichtig, über die beiden verbliebenen Varianten zügig zu entscheiden – damit für Kunden, Mitarbeiter und Öffentlichkeit Klarheit besteht“, so Tjarks.

Ob die weiter bestehende Option, bei der komplett innerstädtischen Umsetzung mit der Geschäftsstelle „Innenstadt“ in das in weiten Teilen leerstehende Neumarkt-Center zu ziehen, realistisch umsetzbar ist, soll von Seiten des Vorstandes und des Verwaltungsrates zeitnah bis Mai 2020 geprüft und entschieden werden.

Der Bauausschuss der Sparkasse wurde konstituiert, nachdem im August 2019 die bisherigen Planungen für den Standort „Kundenberatungszentrum Bahnhofstraße“ vorläufig gestoppt wurden. Er setzt sich aus vier Mitgliedern des Verwaltungsrates der Sparkasse zusammen und berät mit den begleitenden Architekten, Projektleitern, Fachfirmen für Baumanagement und dem Vorstand der Sparkasse aktuelle Entwicklungen.

Mitglieder des Bauausschusses sind neben den beiden Bürgermeistern Rolf Richter (Bensheim) und Christian Schönung (Lorsch), Dirk Mahler und Achim Böhm (beides Mitglieder des Verwaltungsrates der Sparkasse). red

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