Bensheim

Ortsbezirk Auerbach/Hochstädten Sozialdemokraten denken über die Zukunft der Stadtteile nach

SPD will beim Fürstenlager weiter am Ball bleiben

Auerbach.Was kann, was soll, was muss anders werden? Das stand auf der Tagesordnung der telefonischen Vorstandssitzung der SPD Auerbach. Unabhängig von der Tatsache, dass viele Investitionen wahrscheinlich nicht mehr möglich sind, sollten notwendige Maßnahmen nach der Krise gemeinsam beschrieben werden. „Es wäre schön, wenn der Ortsbeirat, ohne städtische Vorgaben, hierzu vorab Lösungen für Auerbach erstellt“, so Ralph Stühling.

Der erzwungene Stillstand durch die Pandemie müsse jetzt schrittweise überwunden werden, auch in der Kommunalpolitik. Von großem Respekt für die bisherigen Entscheidungen von Bund und Land zu Beginn der Pandemie sprach Rolf Schulz. Wenig Kenntnisse würden jedoch von der Gesundheitsbehörde Heppenheim vorliegen.

Die Aufklärung nehme deutlich an Bedeutung zu. Hier möchte man mehr über die Arbeitsweise, Anforderungen und bisherigen Erkenntnisse erfahren, heißt es in einer Pressemitteilung des SPD-Ortsbezirks Auerbach/Hochstädten. Etwa über die Situation in den stationären Einrichtungen im Kreis, die Kontrollen in Sammeleinrichtungen oder ob die Meldeketten nachvollzogen werden können.

Zur Zukunft gehöre auch der örtliche Handel, denn es müsse weiterhin möglich sein, ohne Auto oder Internet einzukaufen. Nicht nur die Entwicklung in der Bensheimer Innenstadt bedürfe neuer Impulse, auch in Auerbach stehen zahlreiche Geschäfte leer. Innenstadtdialog und Bürgernetzwerk seien für die Bensheimer Fußgängerzone zu begrüßen, aber auch der Einzelhandel in den Stadtteilen müsse unterstützt werden.

Parkleitsystem gefordert

Die attraktive Geschäftswelt sei nicht nur für die Kernstadt wichtig, was die GLB und Bürgermeisterkandidat Kern bisher vergessen hätten. Für den Vorsitzemden Jürgen Kaltwasser ist die Krise aber eine Chance, über die Zukunft in der gesamten Stadt nachzudenken. Hierzu zähle besonders der gesamte Straßenverkehr und ÖPNV. Da der Neubau des Lidl-Marktes vorerst nicht erfolge, müsse von der Stadt die gesamte Parkplatzsituation in Auerbach überprüft werden und ein modernes Parkplatz-Leitsystem errichtet werden, so die SPD Auerbach.

Um einen Sanierungsstau zu vermeiden und das Bürgerhaus Kronepark den Entwicklungen anzupassen, wäre die frühzeitige Abstimmung mit den Nutzern sinnvoll. Ein Beirat mit Vertretern der Vereine, Stadt und Ortsbeirat könnte dabei eine Hilfe darstellen.

Selbst zur Zeit der Pandemie sei die Region, die Weinberge und das Fürstenlager ein großes Ausflugsziel. Die weitere Entwicklung beim Fürstenlager werde nach der diesjährigen Auszeit erneut auf die Tagesordnung kommen. Bevor sich die Parkplatzsituation wieder zuspitzt, sollten weitere Maßnahmen erfolgen, auch bei einem verbesserten Shuttle-Bus, schreibt die SPD.

Weiter Luftkurort?

Für die Neugestaltung des Bahnhof-Vorplatzes stünden in diesem Jahr endlich Haushaltsmittel bereit. Eine Planung liege bisher noch nicht vor, obwohl bereits vor über einem Jahr Vorschläge zur Gestaltung in den Ortsbeirat Auerbach eingebracht wurden. Das Projekt steht für die SPD Auerbach weiterhin ganz oben auf der Agenda. Ferner stelle sich die Frage nach dem Sachstand Luftkurort. Weiterhin sei das Anerkennungsverfahren beim Land Hessen vollkommen offen.

Die verschobene Mitgliederversammlung der SPD Auerbach soll am 26. August nachgeholt werden und damit die Arbeit für die zweite Jahreshälfte aktiv beginnen. red

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