Bensheim

Umweltschutz Samenmischung wurde speziell für verschiedene Böden zusammengestellt

Stadt spendiert Naturwiese für den Garten

Archivartikel

Bensheim.Die Stadt Bensheim verschenkt Saatgut zum Anlegen einer Naturwiese im heimischen Garten. Bensheimer Bürgerinnen und Bürger, die etwas Gutes für die Natur tun möchten, können sich bis 31. Mai per E-Mail an naturwiese@bensheim.de wenden.

Unter Angabe des Namens, der Adresse und der Größe der geplanten Naturwiese erhalten die ersten 200 Interessenten die extra für Bensheim zusammengestellte Samenmischung.

Für den Griesel und die „Ebene“

Darin enthalten sind Arten für die verschiedensten Ansprüche: Es gibt Samen von Arten, die gut mit sandigen und trockenen Böden zurechtkommen, wie sie zum Beispiel am Griesel vorkommen. Hierzu gehören die Sand-Strohblume, die Schafgarbe, der Feld-Thymian oder das Berg-Sandglöckchen.

Es sind aber auch Arten enthalten, die auf humusreicheren Böden wie in der „Bensheimer Ebene“ wachsen. Hierzu gehören die Luzerne, die Frühlings-Schlüsselblume oder das Acker-Stiefmütterchen. Mit der „variablen“ Spezialmischung soll sichergestellt werden, dass in allen Gärten etwas wachsen kann.

Wichtig für Insekten

„Wir wollen mit dieser Aktion die Menschen dazu animieren, ihre Rasenfläche als Naturwiese zu gestalten“, sagt Umweltdezernent Adil Oyan und ergänzt: „Wiesen mit einer Vielzahl heimischer Arten sind als Nahrungsquelle und Fortpflanzungsstätte sehr wichtig für unsere Insekten. So sind viele einheimische Wildbienenarten sehr klein und auf besondere Blüten angewiesen, an denen sie nicht mit der vergleichsweisen großen Honigbiene konkurrieren müssen. Auch sind viele Schmetterlingsarten auf spezielle Futterpflanzen für ihre Raupen angewiesen.“

Die städtische Umweltberaterin Maria Romero-Martin gibt gerne Tipps für die Anlage einer Naturwiese: Wichtig ist hierbei eine gute Bodenvorbereitung, sinnvoll ist es, den Boden umzugraben und alle Pflanzen und Wurzeln zu entfernen.

Nicht austrocknen lassen

Nach Ausbringen der Samen darf der Boden insbesondere während und nach der Keimung nicht austrocknen. Die Naturwiesen sind pflegeleicht und müssen nach dem Anwachsen ein bis zwei Mal im Jahr gemäht werden. Jeder, der eine Samenmischung erhält, bekommt dazu eine ausführliche Aussaat-Anleitung.

Die Stadt geht mit gutem Beispiel voran und hat aktuell auf der Rathauswiese große Inseln mit Wildblumen für Insekten angelegt, heißt es in der städtischen Pressemitteilung abschließend. ps

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