Bensheim

Kunstfreunde Bensheim Armida Quartett spielt am 2. November im Parktheater Werke von Haydn, Wolf und Verdi

Streichquartett mit rasanter Karriere

Archivartikel

Bensheim.Ein aufstrebendes Streichquartett, das mit einer Bilderbuchkarriere von sich reden macht, steht beim nächsten Konzert der Kunstfreunde Bensheim auf der Bühne: Am Samstag, 2. November, 20 Uhr, ist das Armida Quartett erstmals zu Gast im Parktheater in Bensheim.

Gegründet wurde das Ensemble im Jahr 2006 in Berlin, Namensgeber ist eine Oper von Haydn – dem „Vater des Streichquartetts“. Seit dem spektakulären Erfolg beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2012, bei dem das Armida Quartett mit dem ersten Preis, dem Publikumspreis sowie sechs weiteren Sonderpreisen ausgezeichnet wurde, hat sich die Karriere der jungen Musiker rasant weiterentwickelt.

Von 2014 bis 2016 war das Quartett in der BBC-Reihe „New Generation Artists“ mit zahlreichen Konzerten und Rundfunkaufnahmen unterwegs. Vergangene Saison war das Ensemble in der renommierten Konzertreihe „Rising Stars“ der großen Konzerthäuser Europas mit über 20 Konzerten vertreten. 2018 gastierte Armida erstmals in den USA. Ihr Studium absolvierten die Musiker bei Mitgliedern des Artemis Quartetts sowie bei Rainer Schmidt (Hagen Quartett). Weitere Mentoren sind Reinhard Goebel, Alfred Brendel und Tabea Zimmermann.

In der laufenden Saison gastierte das Armida Quartett bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, beim MDR-Musiksommer, dem Rheingau Musik-Festival sowie beim Internationalen Musikfest Kreuth. Das Ensemble ist in dieser Saison „Artist in Residence“ bei den Duisburger Philharmonikern.

Bereits 2011 gewann das Armida Quartett beim Concours de Genève den ersten Preis sowie den Publikumspreis. Zuvor erhielt das junge Ensemble verschiedene Stipendien. 2013 erschien die Debüt-CD mit Werken von Bartók, Ligeti und Kurtág, die kurz darauf in die Bestenliste des Deutschen Schallplattenpreises aufgenommen wurde.

Die regelmäßige Zusammenarbeit mit anderen Künstlern ist dem Armida Quartett ein großes Anliegen – darunter Thomas Hampson, Max Hornung, Tabea Zimmermann, Jörg Widmann und Daniel Müller-Schott. Neben der Konzertaktivität gibt das Ensemble auch Meisterkurse im In- und Ausland.

Seltener zu hören

Beim Konzert in Bensheim haben die Musiker – abgesehen von Haydns „Lerchenquartett“ – Werke von Komponisten im Gepäck, die eher selten in Kammermusiksälen zu hören sind. Zum einen die „Glosse“ für Streichquartett aus dem Jahr 1997 des Italieners Luciano Berio (1925 – 2003), zum anderen die 1887 entstandene Italienische Serenade G-Dur von Hugo Wolf, der vor allem für seine Lieder bekannt ist. Nach der Pause steht dann Verdi auf dem Programm – der Meister der italienischen Oper. Zu hören ist das einzige von ihm veröffentlichte Instrumentalwerk, das Streichquartett e-Moll. Verdi komponierte es in den Jahren 1872/73 im Alter von fast 60 Jahren.

Vor dem Konzert laden die Kunstfreunde diesmal wieder zu einer Einführung mit dem Musik-Experten Hans Hachmann aus Heidelberg ein.

Ab 19 Uhr wird er im Eysoldt-Foyer des Parktheaters im Gespräch mit den Künstlern auf das Konzertprogramm eingehen. Die Abendkasse öffnet um 18.30 Uhr. red

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