Bensheim

Kunstfreunde Bensheim Bartholdy-Quintett spielt am kommenden Samstag (10.) Werke von Mozart, Zemlinsky und Bruckner

Streichquintett zu Gast im Parktheater

Bensheim.Streichquintette in fester Besetzung gibt es weltweit nur sehr wenige – eines davon ist das Bartholdy-Quintett, das am Samstag, 10. November, 20 Uhr, im Rahmen der Kammermusikreihe der Kunstfreunde Bensheim im Parktheater gastiert.

Anke Dill (Violine), Ulf Schneider (Violine), Volker Jacobsen (Viola), Barbara Westphal (Viola) und Gustav Rivinius (Cello) sind allesamt renommierte Musiker und Hochschulprofessoren, von denen einige in anderen Formationen bereits bei den Kunstfreunden auf der Bühne standen.

Selten gespielte Perlen

Im Mendelssohnjahr 2009 entstand bei einem gemeinsamen Konzert der fünf prominenten Musiker der Wunsch, ein Streichquintett in fester Besetzung zu gründen. Üblicherweise werden Gäste von einzelnen Streichquartetten eingeladen, die dann punktuell zusammen musizieren. Bei Durchsicht der Literatur stellte sich heraus, dass es außer dem bereits bekannten Repertoire wahre Perlen herausragend schöner Werke gibt, die so gut wie nie in Konzerten zu erleben sind. Dieses zu ändern, haben sich die fünf Künstler, die sich bereits über viele Jahre kennen, auf die Fahne geschrieben. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die langjährige kammermusikalische Erfahrung der einzelnen Mitglieder fließt in die gemeinsame, kontinuierliche und intensive Arbeit ein und ermöglicht so Interpretationen größter Homogenität und Virtuosität.

Fünf renommierte Musiker

Der Geiger Ulf Schneider war 1. Preisträger des Hochschulwettbewerbs in Berlin (1993) und wurde mit dem Kunstpreis der Stadt Kassel ausgezeichnet. 1991 gründete er das Trio Jean Paul, das bei internationalen Wettbewerben mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. 2001 wurde er als Professor an die Hochschule für Musik und Theater in Hannover berufen.

Die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Geigerin Anke Dill konzertiert als Solistin und Kammermusikerin in verschiedensten Besetzungen in ganz Europa, Japan, China und Amerika. 2004 wurde sie auf eine Professur für Violine an die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart berufen.

Bratschist Volker Jacobsen beschäftigte sich schon früh intensiv mit Kammermusik und gründete 1989 das Artemis Quartett, dem er bis 2007 angehörte. Nach ersten Preisen beim ARD-Wettbewerb und dem Premio Paolo Borciani entwickelte Volker Jacobsen als Quartettmitglied eine herausragende Karriere, die ihn auf alle großen internationalen Podien führte. Er war Professor für Kammermusik an der Universität der Künste Berlin sowie der Chapelle musicale Reine Elisabeth in Brüssel. Seit 2007 bekleidet er eine Professur für Viola an der Hochschule für Musik und Theater Hannover.

Barbara Westphal ist ARD-Preisträgerin für Solo-Bratsche sowie Busch-Preisträgerin. Von 1978 bis 1985 war sie als Mitglied des Delos-Quartetts (USA) erste Preisträgerin beim Internationalen Wettbewerb für Streichquartett in Colmar. Als Solistin und Kammermusikerin konzertiert sie weltweit. Sie ist Professorin an der Musikhochschule Lübeck.

Der Cellist Gustav Rivinius wurde 1990 als bisher einziger deutscher Musiker mit dem 1. Preis und der Goldmedaille des Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerbs in Moskau ausgezeichnet. Neben seinen Soloauftritten widmet sich Rivinius leidenschaftlich der Kammermusik. Er gründete das Trio Gasparo da Salò, das Bartholdy-Streichquintett und das Tammuz Piano Quartet. Rivinius hat eine Professur an der Hochschule für Musik Saar inne.

Der Konzertabend in Bensheim beginnt mit Mozarts Streichquintett c-moll KV 406, gefolgt von zwei Sätzen für Streichquintett d-moll von Zemlinsky. Das 1894 begonnene Werk blieb unvollendet – nur die beiden Ecksätze sind erhalten. Nach der Pause erklingt Bruckners Streichquintett in F-Dur, das in den Jahren 1878/79 entstanden ist. Wie die meisten von Bruckners kammermusikalischen Werken trägt es starke symphonische Züge.

Karten gibt es im Vorverkauf unter anderem in der Bücherstube Deichmann in Bensheim, im BA-Medienhaus, Telefon 06251/100816, bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online unter www.kunstfreunde-bensheim.de. red

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