Bensheim

Brandschutz Quartalsbericht der Bensheimer Einsatzkräfte / Probleme bei Unfällen auf der Autobahn

Stützpunktwehr bereits 67 Mal alarmiert

Archivartikel

Bensheim.In den ersten drei Monaten des Jahres 2018 wurden die Feuerwehrmänner und -frauen der Freiwilligen Feuerwehr Bensheim-Mitte zu insgesamt 67 Einsätzen alarmiert. Zum Vergleich: 2017 gab es bis Ende März bereits 74 Einsätze abzuarbeiten. Diesmal gliedern sich die Einsätze in 42 Hilfeleistungseinsätze und zwölf Brandeinsätze. Hinzu kommen 13 Fehlalarme.

Das erste Mal nach mehreren Jahren konnten die Brandschützer, ohne in der Neujahrsnacht alarmiert zu werden, ins neue Jahr starten. Zu ihrem ersten Einsatz wurden die Einsatzkräfte erst mit dem Stichwort „F1 brennt Mülltonne/-container“ am Abend des 2. Januar aus dem Bett gerufen. Vor Ort wurde ein im Vollbrand stehender Container abgelöscht, anschließend geöffnet und nach Glutnestern abgesucht. Der Einsatz konnte schnell abgearbeitet werden. Doch einige arbeitsreiche Einsätze ließen nicht lange auf sich warten. Im Keller eines Hauses in der Bahnstraße verursachte ein Hauptstromverteiler einen Kellerbrand.

Einen Tag später brannte in der Straße „An der Riedwiese“ ein Kleintransporter, der mit einem Gastank ausgestattet war. Die in unmittelbarer Nähe geparkten Fahrzeuge drohten ebenfalls in Flammen aufzugehen – entsprechend bestand eine direkte Gefahr einer Ausbreitung des Brandes. Die Feuerwehr löschte das Fahrzeug und verhinderte somit weiteren Schaden.

Bei einem Brand im Eingangsbereich eines Mehrfamilienhauses, Mitte März in der Fehlheimer Straße, war für die Bewohner ein „sich schnell ins Freie retten“ nicht mehr möglich. Die Feuerwehr musste die Bewohner mittels Steckleiter und mit der Drehleiter retten.

Einen Flugzeugabsturz wie im März an der Bensheimer Westtangente hatten die Bensheimer Brandschützer so noch nie zu bewältigen. Trotz der schwierigen und nicht alltäglichen Situation behielten die Einsatzkräfte auch in dieser Lage einen kühlen Kopf.

Zum Tätigkeitsschwerpunkt gehörten mehrere Verkehrsunfälle für die Freiwilligen aus Bensheim, bei denen sie in den meisten Fällen die Unfallstellen absicherten, ausleuchteten und den Brandschutz sicherstellten. Leider mussten die ausgerückten Einsatzkräfte immer wieder feststellen, dass die Rettungsgasse immer noch nicht ausreichend gebildet wird.

Bei einer Einsatzfahrt zu einem Verkehrsunfall auf der Autobahn, bei dem sechs Menschen verletzt wurden und ein schnelles und sicheres Durchkommen der Einsatzkräfte für die Verletzten wichtig war, wurde es an einer Stelle so eng, dass der Außenspiegel des Löschgruppenfahrzeugs in Mitleidenschaft gezogen wurde.

In diesem Kontext möchte die Feuerwehr die Verkehrsteilnehmer darauf aufmerksam machen, dass die Rettungsgasse bei einem Stau und sogar schon bei stockendem Verkehr verpflichtend zu bilden und bis zur Auflösung des Staus beizubehalten ist.

Die Verkehrsteilnehmer auf der linken Spur sollten so weit wie möglich nach links, die Wagenlenker auf der rechten Spur dagegen so weit wie möglich rechts fahren, auch wenn sie durch das Manöver die durchgezogene Linie des Standstreifens überfahren müssen, erinnert die Bensheimer Feuerwehr. red

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