Bensheim

Vogel der Nacht Am Sonntag gemeinsamer Aufritt zum Abschluss des Festivals

Syrische Band und Bergsträßer Musiker

Bensheim.Das Collegium Musicum Bergstraße hat sich gemeinsam mit syrischen Musikern der Band Syriab intensiv auf ein Konzert der besonderen Art vorbereitet, das am Sonntag (11.) um 21 Uhr – als Abschluss des Festivals Vogel der Nacht – im Stadtpark Bensheim stattfinden wird: Unter dem Titel „Begegnungen“ treffen abendländische und traditionelle, orientalische Musikkultur aufeinander.

Die Band Syriab ist ein syrisches Orchester mit ehemals 40 Mitgliedern, gegründet 2009 von dem Kanunspieler Ibrahim Bajo. Das Orchester interpretierte unterschiedliche Musikrichtungen der orientalischen Musik und trat in verschiedensten Kulturstiftungen und Konzertsälen auf. Wegen des Krieges sind die Musiker heute in der ganzen Welt verstreut. Vier davon leben in Deutschland, bringen auch hier unterschiedliche Musikrichtungen auf die Bühne und heißen weitere europäische Musiker in ihrer Mitte willkommen.

In ihrem Repertoire verbindet Syriab westliche Musik mit orientalischer Folklore oder begeistert mit der Tanzmusik „Dabke“. Die Musik bildet eine Brücke zwischen den Kulturen, bringt ein Stück „Baladi“ (Heimat) nach Deutschland und lädt alle ein, diese neue musikalische Klangwelt kennenzulernen.

Das Collegium Musicum Bergstraße aus Bensheim unter der Leitung von Bart Berzonsky, das kürzlich sein 40-jähriges Jubiläum feierte und inzwischen über 200 weltliche und geistliche Konzerte, darunter auch große Oratorien und Opern, aufgeführt hat, wagt sich mit diesem Konzert auf einen neuen Weg. Gemäß der Idee, Brücken zu bauen zwischen den Kulturen und dem Anspruch, geflüchteten Musikern hierzulande Auftrittsmöglichkeiten zu verschaffen, soll in diesem Konzert zusammen ausgelotet werden, was aus den so unterschiedlich anmutenden Musikrichtungen gemeinsam erreicht werden kann.

Nach einem gemeinsamen Konzertteil wird Syriab im zweiten Teil allein musizieren, wobei das Publikum auch gern zum Tanzen eingeladen ist. Ein spannendes, interkulturelles Ereignis, zu dem alle – Einheimische, Geflüchtete, Deutsche, Syrer und alle anderen – eingeladen sind, heißt es abschließend in einer Pressemitteilung des Collegium Musicum. Der Eintritt ist frei. red

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