Bensheim

Nach Corona-Lockdown Einrichtung im Caritasheim erstmals in 25-jähriger Geschichte geschlossen

Tagespflege ist wieder geöffnet

Archivartikel

Bensheim.Es herrscht wieder Treiben und Leben in den Räumen der Tagespflege im Caritasheim in der Heidelberger Straße 50 in Bensheim. Die teilstationäre Betreuung bietet älteren, hilfe- und betreuungsbedürftigen Menschen tagsüber ein abwechslungsreiches Programm, bevor es am späten Nachmittag wieder ins eigene Zuhause geht.

Wegen Corona war die Einrichtung zum ersten Mal in ihrer 25-jährigen Geschichte drei Monate geschlossen. Die geplante Jubiläumsfeier musste abgesagt werden. „Unsere Gäste und deren Angehörige sind sehr froh, dass wir unsere Einrichtung wieder geöffnet haben, nachdem Mitte März die Tagespflegeeinrichtungen in ganz Deutschland aufgrund der Corona-Epidemie geschlossen waren“, berichtet Claudia Sänger, Leiterin der Tagespflege.

„Von einem Tag auf den anderen mussten die Pflegenden die Versorgung allein sicherstellen. Nicht nur für Berufstätige bedeutete dies eine besondere Herausforderung, wie wir in unseren regelmäßigen Telefonaten erfuhren.“ Ein Team von derzeit elf Mitarbeiterinnen sorgt in der Tagespflege, die auf dem Gelände des Caritasheim Sankt Elisabeth auf 400 Quadratmetern angeboten wird, dafür, dass pflegebedürftige Menschen zwei oder drei Tage die Woche für jeweils rund acht Stunden betreut und aktiviert werden.

Entlastung für Angehörige

Dieses Angebot soll die pflegenden Angehörigen entlasten, die in dieser Zeit entweder einer Berufstätigkeit nachgehen oder neue Kraft für die Pflege zu Hause tanken können. Dass ohne dieses Entlastungsangebot die häusliche Pflege in vielen Fällen gar nicht dauerhaft zu leisten sei, habe sich durch die Schließung bewahrheitet. Nicht alle Gäste konnten nach der Öffnung wiederkommen, bei manchen ist eine stationäre Unterbringung erforderlich geworden.

In Bensheim stehen derzeit 16 Plätze zur Verfügung, aufgeteilt in zwei Gruppen. Die Abläufe wurden auf die Hygienerichtlinien abgestimmt. So begleiten die Angehörigen die Besucherinnen und Besucher nur noch bis zur Haustür, die Gäste betreten die Einrichtung nach Temperaturmessung mit Mundschutz und desinfizieren die Hände.

„Der Gymnastik- und der Aufenthaltsraum werden nun als Gruppenräume genutzt, Musik kommt aus der Anlage, Lesen, Gedächtnisspiele, Biografiearbeit, Aktivitäten an der frischen Luft und vieles andere sind nach wie vor möglich, so dass die Gäste sich hier tagsüber wohlfühlen und abends mit positiven Erfahrungen nach Hause gehen.“ Nach wie vor diene die Tagespflege allen Gästen, die sie besuchen, als Ort der Gemeinschaft, der Lebensfreude und als Ort des Wohlbefindens. red

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