Bensheim

Regenwetter Drei Einsätze für die Feuerwehr

Terrassen von Schlamm befreit

Bensheim.Dürre? Monatelange Trockenheit? War da mal was? Vor allem am Montag konnte man ob der Wassermassen, die da vom Himmel hinabstürzten, schnell vergessen, dass es seit dem Frühjahr viel zu wenig geregnet hatte – und die Natur sowie Landwirte und Winzer darunter zu leiden hatten.

Es drängte sich vielmehr der Eindruck auf, dass innerhalb weniger Stunden nachgeholt werden sollte, was vorher meteorologisch in die Binsen ging. Das blieb nicht ohne Auswirkungen. So meldete der Wetterdienst von Jörg Kachelmann am Montagabend, dass in Bensheim und Umgebung mit Überschwemmungen gerechnet werden müsse. Man solle sich von Mulden, Unterführungen oder Tiefgaragen fernhalten.

Glücklichweise blieben größere Zwischenfälle im Stadtgebiet aus. Die Feuerwehr musste jedoch dreimal ausrücken. Auf dem Gelände der Geschwister-Scholl-Schule war Wasser in den Vorraum der Turnhalle eingedrungen. Das konnte von drei Männern jedoch verhältnismäßig zügig wieder abgepumpt werden, teilte Stadtbrandinspektor Jens-Peter Karn auf Anfrage mit.

Dreck lag 20 Zentimeter hoch

Etwas aufwendiger waren zwei Alarmierungen in Zell. Weil ein Wasserablauf vom Berg Richtung Meerbach verstopft war, lief bei drei Anliegern Schlamm in die Häuser beziehungsweise auf die Terrassen. In einem Fall stand der Dreck 20 Zentimeter hoch auf einer Fläche von zehn Quadratmetern. Zehn Feuerwehrleute waren mehr als zwei Stunden damit beschäftigt, den Matsch abzutragen und einen Kanal zu bauen, um eine Wiederholung des unerfreulichen Zwischenfalls auszuschließen.

Kreisstraße überflutet

In den Abendstunden ging es für die ehrenamtlichen Helfer erneut ins Meerbachtal. Zwischen Zell und Gronau war die Kreisstraße auf Höhe der dortigen Baustelle überflutet. Der Ablaufkanal wird dort als Ausweichfläche für die Autos während der Straßenarbeiten genutzt, so dass das Wasser nicht abfließen konnte. Die Feuerwehr sicherte den Bereich, um zu verhindern, dass Autofahrer zu zügig durch die Riesenpfütze fahren. „Mehr konnten wir nicht machen, das Wasser musste von alleine wieder weg“, so ein Sprecher der Stützpunktwehr. Zu Unfällen kam es nach ersten Erkenntnissen nicht.

Am Dienstag beruhigte sich die Lage ohnehin wieder, allerdings sind für die nächsten Tage erneut ergiebige Regenfälle vorhergesagt.

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