Bensheim

Bensheim-Riva Seit 20 Jahren Vorsitzende des Freundeskreises

Überraschung für Pina Kittel gelungen

Bensheim.In Zeiten rigorosen Datenschutzes haben es persönliche Ereignisse, die besondere öffentliche Aufmerksamkeit verdienen, nicht einfach. Im Vereinsleben bergen zudem jubiläumsträchtige Daten, die sich aufgrund jahrzehntelangen ehrenamtlichen Engagements ergeben, die Gefahr in sich, übersehen zu werden.

Das rührt zum einen daher, dass ein Ehrenamt und die Person, die es innehat, im Laufe der Zeit so eng miteinander verschmolzen sind, dass ihnen ein zeitloses Ewigkeitsmoment innezuwohnen scheint, und liegt zum anderen in der Person selber, wenn sie von ihrem Jubiläum kein Aufhebens macht. Diese Umstände bündeln sich in der Person von Dr. Pina Kittel.

Die in der Nähe von Neapel geborene promovierte Pharmazeutin war Gründungsmitglied des deutsch-italienischen Freundeskreises Bensheim-Riva del Garda und zunächst zehn Jahre als zweite Vorsitzende tätig. Mit Ausscheiden des Vorsitzenden Georg Dreiling wurde Pina Kittel zur ersten Vorsitzenden gewählt. Zwanzig Jahre sind seit dieser Wahl vergangen. Seither führt sie den Verein. Die unaufgeregte, immer wieder von neuen Ideen unterfütterte kontinuierliche Entwicklung der deutsch-italienischen Kulturarbeit ist ihr Markenzeichen.

Dass sich daneben eine freundliche, ja fast familiäre Vereinsatmosphäre entwickelt hat, die auch neue Mitglieder problemlos aufnimmt, ist das zwangsläufige Nebenprodukt ihres Führungsstils, „Primaria inter pares“ (die „Stimmführerin“ unter Gleichen) zu sein. Wie aber ein Jubiläum angemessen begehen, wenn die Jubilarin einem Personenkult nicht zugeneigt ist? Die verbliebenen Vorstandsmitglieder und der Kulturausschuss entschieden sich zu einem konspirativen Vorgehen, um Widerstände der Jubilarin gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Es gelang, für dieses Vorhaben den Ehegatten der Jubilarin, Heribert Kittel, zu gewinnen, der sich unter Zurückstellung größter ehelicher Bedenken bereit erklärte, seine Frau n just am Tage des 20-jährigen Jubiläums in ein Restaurant zum Essen einzuladen.

Dort erwartete ein stimmgewaltiger Chor von rund 20 Personen – Vorstand und Kulturausschuss – mit dem Lied „Tanti auguri“ (herzliche Glückwünsche) die völlig überraschte Jubilarin. Im Rahmen des gemeinsamen Essens überreichten Inge Fertig und Hanne Kayser einen von ihnen erstellten Bild- und Textband, der die Vereinsarbeit im Spiegel der Presse der Jubilarin dokumentiert und würdigt. Die überraschte Vorsitzende dankte mit bewegten Worten. Peter J. Zeyer

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