Bensheim

Geburtshilfe Kreisverwaltung begleitet mögliche Gründung einer hebammengeleiteten Einrichtung in Bensheim

Unterstützung für ein Geburtshaus

Archivartikel

Bensheim.Mit dem Ziel der Gründung eines Geburtshauses in Bensheim führt der Kreis seit dem Frühjahr Gespräche und knüpft Kontakte zu den zuständigen Stellen und Beteiligten, heißt es aus der Kreisverwaltung in Heppenheim. Das Landratsamt widerspricht der Berichterstattung, dass man von der Ersten Kreisbeigeordneten Diana Stolz in dieser Sache nichts mehr gehört habe (BA vom 31. Juli).

Vielmehr habe die Gesundheitsdezernentin in den jüngsten öffentlichen Ausschusssitzungen des Kreistags im Juni über die aktuellen Entwicklungen und Gespräche berichtet, um ihren Vorschlag eines Geburtshauses abzustimmen: „Der Kreis begleitet jeden Schritt sehr eng. Wir unterstützen die Gründung eines Geburtshauses auf vielfältige Weise.“

Gemeinsam mit Landrat Christian Engelhardt habe Stolz das Projekt „Bensheimer Geburtshaus“ der Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, Anne Janz, vorgestellt und um Unterstützung geworben. Finanzielle Fördermöglichkeiten durch Landesmittel werden laut Kreisverwaltung geprüft.

Zuvor habe Erste Kreisbeigeordnete Stolz aus Gesprächen mit dem Landesverband der Hessischen Hebammen weiterführende Anregungen bezüglich eines möglichen Geburtshauses aufgenommen. Auch mit den Bergsträßer Hebammen stehe sie in engem, kontinuierlichen Austausch.

Wirtschaftsförderung einbinden

Aufgrund von Anregungen aus dem Kreistagsausschuss für Schule und Soziales sei auch geplant, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Bergstraße einzubinden, um die Hebammen bei der Erstellung eines Wirtschaftsplans für ein Geburtshaus zu unterstützen, sobald feststehe, welche Hebammen als Gründerinnen fungieren wollen, welcher Standort in Frage komme und welches Konzept gewählt werden soll.

Des Weiteren habe sich der Bundesverband des Netzwerks der Geburtshäuser Anfang Juli mit Hebammen, die an der Gründung eines Geburtshauses in Bensheim interessiert sind, getroffen. Die Gesundheitsdezernentin, die ebenfalls an diesem Termin teilnahm, griff in diesem Gespräch auch die Idee auf, dass das Geburtshaus ein zentraler Anlaufpunkt für alle Hebammen im Kreis sein könnte. Damit würde das Geburtshaus auch ein zentraler Anlaufpunkt im Kreis für werdende und junge Eltern.

Inhalt der Gespräche ist ein von Hebammen geleitetes Geburtshaus. „Mein Ziel ist, dass Eltern weiterhin die Möglichkeit haben, ihr Kind in Bensheim auf die Welt zu bringen. Gleichzeitig soll so eine alternative Geburtsmöglichkeit im Kreis geschaffen werden“, betont Stolz.

Nachdem der Vorschlag der Ersten Kreisbeigeordneten im Mai auf breites Interesse gestoßen war, begannen erste Gespräche. Auch der Bensheimer Bürgermeister Rolf Richter hatte die Idee sofort aufgegriffen und Kontakt mit den Hebammen vor Ort aufgenommen.

Von Beginn an sei klar gewesen, dass sich kein nahtloser zeitlicher Übergang von der Geburtenstation im Heilig-Geist-Hospital zum angedachten Geburtshaus erreichen lässt, heißt es weiter in der Pressemitteilung des Kreises. Nicht zuletzt aus diesem Grund sei es nach Bekanntwerden der Schließung der Geburtenstation des Krankenhauses wichtig, für die werdenden Eltern ein Angebot im Kreis sicherzustellen.

Daher habe Gesundheitsdezernentin Stolz in Gesprächen mit dem Kreiskrankenhaus Heppenheim abgestimmt, dass dieses die Versorgung der werdenden Eltern über den 30. September hinaus gewährleistet. Auch die Weiterbeschäftigung der Hebammen des Heilig-Geist-Hospitals war hier ein Thema. red

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