Bensheim

Grüne Liste Rundgang durch die Innenstadt mit Dezernenten Andreas Born / Neuerung begrüßt und weitere Anregungen gegeben

Verbesserungen für den Radverkehr

Archivartikel

Bensheim.Beim Rundgang der Fraktion der Grünen Liste Bensheim (GLB) durch die Innenstadt kamen viele Anregungen zu den Themen Straßenverkehrsführung und Beschilderung auf. Diese wurden mit dem zuständigen Dezernenten Andreas Born und Norbert Diehl vom ADFC Bergstraße als Gast besprochen.

Zu der von der GLB seinerzeit angeregten Radreparaturstation konnte Diehl berichten, dass diese gut angenommen werde und es kaum Vandalismus gebe. Festgestellt wurde beim Rundgang, dass noch die Hinweisschilder auf diese Station fehlen. Die Grünen freuten sich, dass es auf der Homepage der Stadt seit 2018 einen separaten Radstadtplan gibt, und regten an, diese Station im Plan noch aufzunehmen.

Vor dem Bahnhof könnte das Miteinander von Fußgängern und Radfahrern besser geregelt werden, so die GLB. Gerade mit Blick auf das geplante Fahrradparkhaus ist das den Grünen wichtig. In Hinblick auf ankommende, nicht ortskundige Fahrradfahrer sollte der Radverkehr durch Markierungen und Wegweiser besser an die bestehenden Wege des Radnetzes angebunden werden.

Rampen am Bahnhof zu schmal

Im Bahnhofsumfeld wurde festgestellt, dass die Rampen in der Bahnhofsunterführung sehr steil und schmal sind. Für Kinderwagen, Rollatoren und auch Radfahrer könnte eine Verbesserung erreicht werden, wenn diese länger auslaufen würden und dadurch flacher wären.

Da auch viele Fußgänger die Rampen den Treppenstufen vorziehen, sollten sie zudem verbreitert werden, um auch Begegnungen unproblematisch zu gestalten, schlägt die GLB vor. Die Grünen baten den Verkehrsexperten, dies zur Prüfung mitzunehmen.

In der Straße am Rinnentor wurden die Radstreifen als gelungen bewertet, da diese mit dem Streifen in der Unterführung der Schwanheimer Straße eine Verbesserung für den Zugang des Radverkehrs aus der Weststadt in die Innenstadt darstellen. Nach dieser Umgestaltung sollte die Richtungs-Radwegebeschilderung (weiß-grüne Schilder) von der Promenadenstraße aus zum Bahnhof nicht länger über die untere Bahnhofstraße, sondern über die Straße am Rinnentor erfolgen.

Eine wichtige Verbindung für Rad- und Fußgänger Richtung Norden ist die Promenadenstraße und weiter die Fehlheimer Straße. Die Grünen erinnerten daran, dass seit langem eine Umgestaltung geplant ist, die auch zu einer Verbesserung der Situation der Fahrradfahrer führen soll. Insbesondere die Tiefgaragenein- und -ausfahrt sei einen Gefahrenpunkt.

Beschilderung unklar

Die Radwegeführung in die Promenadenstraße sei sowohl von der Fehlheimer Straße kommend als auch in Gegenrichtung vom Rinnentor her kommend unklar: „Der von der Koalition beschlossene Prüfauftrag zur Neugestaltung des Umfeldes Bürgerhaus sollte auch zu einer Verbesserung der aktuellen Verkehrssituation führen“, sagte GLB-Fraktionsvorsitzende Doris Sterzelmaier.

Vorab sollten Bodenmarkierungen und Beschilderung in Einklang gebracht werden und ein leicht nachvollziehbarer Verlauf unter Meidung der Gefahrenpunkte erfolgen.

Der Rundgang führte abschließend bis zur Heidelberger Straße. Hier könnte die Anbindung des Radverkehrs in die südliche Fußgängerzone auf den Sonderweg noch verbessert werden, findet die GLB. „Die derzeit im Land diskutierte Verkehrswende – weg von der autogerechten Stadt hin zu einem größeren Anteil des Radverkehres und damit eines Rückganges des Autoverkehrs – kann nur gelingen, wenn sich die Stadtplanung entsprechend auf ein attraktives Straßenangebot für den Radverkehr ausrichtet“, betont Thomas Götz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

In diesem Sinne war der Rundgang ein Erfolg, habe er doch einige Verbesserungsvorschläge gebracht, die vom Dezernenten Born mitgenommen wurden, schreibt die GLB abschließend in einer Pressemitteilung. red

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