Bensheim

Musikschule Schlagzeugklasse präsentierte Musik für Marimba und Percussion

Viel jugendliche Spiellaune

Archivartikel

Bensheim.Musik für Marimba und Percussion präsentierte die Schlagzeugklasse der Musikschule Bensheim mit ihrem aktuellen Programm „Marimbaleo“ im gut besuchten Eysoldt-Foyer des Parktheaters. Die jungen Musiker stellten die Vielseitigkeit und die ganze Bandbreite des Instrumentariums vor, das Foyer war entsprechend mit Schlaginstrumenten aller Art umfangreich ausgestattet. Und genauso abwechslungsreich gestaltete sich das Programm mit zeitgenössischer Schlagzeugliteratur, folkloristischen Klängen aus Afro- und Latin-Percussion sowie Beiträgen aus Jazz und Pop.

Im Mittelpunkt stand allerdings Musik für Marimba, die von Manuel Ochs, Tilman Strübig, Patrick Wulf und dem Ensembleleiter Helmut Karas an drei Instrumenten in wechselnden Besetzungen überzeugend präsentiert wurde. Mit virtuoser Spielweise und perfekt abgestimmtem Zusammenspiel konnte sich die beeindruckende Klangfülle der Holz-Schlaginstrumente im Raum optimal entwickeln. Das Marimba-Trio des amerikanischen Komponisten Eric Zak sowie die brasilianisch beeinflussten Stücke von Ney Rosauro erfuhren auf diese Weise eine beispielhafte Interpretation, ebenso wie der Marimba-Klassiker „Ghanaia“ von Matthias Schmitt, den die vier Spieler in einem eigenen Arrangement vorstellten.

Einen Teil des Abends gestaltete das Nachwuchs-Quartett der Musikschule mit Max Fischer, Christopher Karas, Frieder Pinkernell und Philipp Sartorius, das schon im vergangenen Jahr als Teilnehmer beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ auf sich aufmerksam gemacht hat. Mit den Stücken African Wind und Wood Groove von Eckhard Kopetzki gestalteten die jungen Percussionisten eine gelungene Mischung aus sphärisch-esoterischer Klangkulissen und rhythmisch-treibenden Drum-Grooves, die das Publikum überaus begeisterte.

Seinen ersten Solo-Auftritt in Bensheim hatte der elfjährige Schlagzeuger Hugo Gutgsell, der kraftvoll und mit viel Schwung das Stück Beat-Box für Drum-Set aus seinem diesjährigen Wettbewerbsprogramm spielte, für das er im hessischen Landeswettbewerb den ersten Preis erhalten hat.

Als Kontrast zu den Schlagzeugkompositionen sorgte die Jazzcombo für Clubatmosphäre im Foyer. Mit sensibler Klanggestaltung gelang es dem Vibrafonsolisten Patrick Wulf, eine eigene Version des Bossa Nova-Klassikers Chega de Saudade von Antonio Jobim zu realisieren und dem Stück Manshark von Emmanuel Séjourné die nötige rhythmische Schärfe zu verleihen. Unterstützt wurde er von Jonas Engel am Schlagzeug, Louis Jakob mit Percussion und Helmut Karas am Klavier.

Zum Abschluss des zweistündigen Konzerts erfreute das Gemeinschaftsensemble aller Mitwirkenden bei freien Improvisationen über die Stücke Saltina und African Drums mit viel Spiellaune und jugendlicher Musikbegeisterung. red

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