Bensheim

Freundeskreis Riva Neuntägige Reise führte in die Partnerstadt und nach Turin

Vom Gardasee in die frühere Hauptstadt

Archivartikel

Bensheim.Der deutsch-italienische Freundeskreis Bensheim – Riva del Garda unternahm kürzlich mit 49 Personen eine neuntägige Busreise nach Riva del Garda, Turin und die Langhe.

Zunächst wurde ein mehrtägiger Aufenthalt in Bensheims Partnerstadt am nördlichen Ufer des Gardasees eingelegt. Höhepunkt dieses Besuches waren die feierlichen Zeremonien im Palazzo Martini anlässlich der 30-jährigen Verschwisterung von Riva mit Bensheim sowie die Verleihung der Ehrenbürgerschaft von Riva del Garda an Georg Stolle, Ehrenbürgermeister von Bensheim (wir haben berichtet).

Verwinkelte Gassen

Außerdem wurden die vier besten italienischen Sprachschülerinnen des Deutschsprachkurses des Partnerschaftsvereines geehrt. Ein Galadiner der Hotelfachschule Riva del Garda ließ den Abend anschließend würdevoll ausklingen.

Während einer Stadtführung besuchte die Reisegruppe die Sehenswürdigkeiten des Ortes, wie beispielsweise die Altstadt mit ihren romantischen und verwinkelten Gassen und bunten Häusern, die Barockkirche Chiesa S. Maria Inviolata und die Rocca die Riva, eine im Wasser gelegene Stadtburg. Ein Ausflug zur romanischen Kirche St. Lorenzo und dem nahegelegenen Tennosee, der mit seinem klaren und smaragdgrünen Wasser beeindruckte, sowie eine Besichtigung der Genossenschaft „Agraria“ mit einer Weinprobe rundeten das Programm in Riva del Garda ab.

Der zweite Teil der Reise ging weiter durch die fruchtbare Poebene, vorbei an Europas größten Reisfeldern bis nach Turin, die Hauptstadt der Region Piemont. Turin war einst Hauptstadt Italiens und schon immer ein strategisches Handelszentrum.

Ein kleiner Abstecher führte zunächst nach Lingotto, einem Stadtteil mit der ehemaligen Produktionsstätte des Autokonzerns Fiat. Dort konnte man die berühmte Teststrecke auf dem Dach sehen. Turin ist eine oftmals unterschätzte Stadt mit zahlreichen barocken Gebäuden und kilometerlangen prachtvollen Arkaden, die zum Shoppen einladen und wunderbare nostalgische Kaffeehäuser beheimaten.

Zahlreiche Schlösser und Paläste des Königshauses Savoyen, die zum Weltkulturerbe gehören, befinden sich in Turin und der näheren Umgebung. Eine kleine Stadtführung zur Piazza San Carlo mit den beiden Zwillingskirchen Santa Cristina und San Carlo ergaben einen ersten Einblick in eine majestätische Welt.

Paläste und ein Jagdschloss

Im weiteren Verlauf der Reise besichtigte die Gruppe unter anderem den Palazzo Reale, die ehemalige königliche Residenz der Savoyer, sowie eine außergewöhnliche Waffensammlung des Königshauses aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Weitere Programmpunkte waren eine Führung durch das etwas außerhalb gelegene Jagdschloss Stupinigi, ein Besuch der großen Schlossanlage Venaria Reale und ein Besuch im Parco del Valentino, dem größten Stadtpark Turins.

In diesem Park befindet sich neben dem gleichnamigen Schloss auch der Borgo Medievale, ein mittelalterliches Dorf, entlang des Flusses Po gelegen.

Eine Tagestour außerhalb Turins führte in die mittelalterliche Stadt Alba, die unter anderem für ihre köstlichen Trüffel und den Anbau von Haselnüssen bekannt ist. Weit berühmter noch ist das Unternehmen Ferrero, welches in Alba gegründet wurde. Eine Fahrt durch die Langhe, einer lieblichen, von Weinkultur geprägten Landschaft, führte in der Nähe von Barolo zu einer Weinprobe auf dem Weingut „Gigi Rosso“ und zu einem Abstecher in die kleinen Dörfern Morra und Barolo und belohnte mit einem herrlichen Panoramablick.

Am vorletzten Tag der Reise wurde der Palazzo Madama mit seiner prächtigen Barockfassade besichtigt. Einst diente er als Wohnsitz der Herzöge von Savoyen. Heute befindet sich darin ein Kunstmuseum.

Die Reise wurde mit sachkundigen und ausführlichen Informationen von Pina Kittel, Heribert Kittel, Georg Drinnenberg, sowie einem Beitrag zum Unternehmen Ferrero von Peter Rohr begleitet. red

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel