Bensheim

Diwan-Gespräche Veranstaltungsreihe im Goethe-Gymnasium wird am 4. September fortgesetzt

Vom Space Shuttle zur ISS

Archivartikel

Bensheim.Kultur, Wissenschaft, Philosophie, Reisen und Kunst – die Vortragsthemen der Diwan-Reihe am Goethe-Gymnasium sind vielfältig und haben ein Ziel: Den berühmten Blick über den Tellerrand.

Eine ganz besondere Chance dazu bietet der erste Diwan im neuen Schuljahr und 32. in einer langen Reihe, am 4. September. „Space Shuttle zur ISS – Biologische Experimente in der Schwerelosigkeit des Weltraums“ lautet der Titel von Referent Enno Brinckmann, der als Projektwissenschaftler bei der Europäischen Weltraum Agentur (ESA) an sechs Missionen teilnahm und in seinem Vortrag über Erfahrungen mit Wissenschaftlern und Astronauten sprechen wird. Interessierte sind eingeladen in die Bibliothek des Goethe-Gymnasiums am Dienstag, 4. September, um 19.30 Uhr.

Zum 30. Diwan stellte Christiane Benner, stellvertretende Vorsitzende der IG Metall Deutschland, ihre Gewerkschaftsarbeit vor. Im letzten Diwan-Vortrag des Goethe-Gymnasiums im vergangenen Schuljahr referierte Andreas Bruns über den spannenden Weg zu neuen Medikamenten.

„Aufgabe unseres Vereins“, so der Vorsitzende Jochen Breitenbach, „ist nicht nur die finanzielle Unterstützung des Goethe, sondern auch eine eher ideelle Förderung wie der Berufsinformationstag – GoeBIT –, eine Informations-Veranstaltung für die Schülerschaft der Sekundarstufe II zu Studium und Beruf, die alljährliche Verleihung des Goethe-Preises an besonders Engagierte des Abitur-Jahrgangs, das Ehemaligen-Treffen am zweiten Winzerfest-Samstag und Vorträge im Rahmen der Diwan-Reihe.“

Im Jahr 2009 ins Leben gerufen von Oberstudiendirektor Jürgen Mescher, dem ehemaligen Schulleiter, und Jürgen Charnitzky, dem damaligen Europa-Beauftragten der Schule, übernahm der Förderverein 2011 auf Vorschlag von Oberstudiendirektor Klaus Holl die Organisation und Durchführung dieser Veranstaltung. Etwa viermal im Jahr „Diwan im Goethe“, darauf verständigte sich das Diwan-Team mit Dagmar Ecker, der stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins, Joerg Fischer, ehemaliger Kollege und Mitbegründer des Fördervereins, und Heinz-Jürgen Schocke, ehemaliger Schulleiter, lädt der Förderverein zum Diwan im Goethe ein.

Wer nahm nun bisher Platz auf dieser „Polsterbank“, dem „persischen“ Diwan, in der Goethe-Bibliothek? Wie wir seit Goethe wissen, wird auch eine Sammlung von Poesie und Prosa in der orientalischen Literatur so bezeichnet, deshalb auch eine Lesung über Gedichte zwischen Orient und Okzident. Ob aktive Lehrer oder Schüler, ob Ehemalige oder Externe: „Wenn’s Goethe ruft, kommt jeder gerne!“

So groß die Bandbreite der Referenten, so breit ist auch das Spektrum der Themen. Eine Philosophie-AG berichtete über Platons Staatslehre, eine andere über Astronomie, ehemalige Schülerinnen über ihr soziales Jahr in Indien und Kirgisistan. Wichtig auch die Beiträge zur deutschen Vergangenheit: in einem Diwan-Spezial berichtete ein Überlebender des Holocaust vor der Schülerschaft, über die Flucht einer ganzen Klasse aus der DDR ein Geflüchteter.

Themen waren auch Yad Vashem, eine Gedenkstätte in Israel, und die Auswanderung Deutscher im 19. Jahrhundert in die USA. Ehemalige informieren über ihre berufliche Tätigkeit, so über Immun-Therapie bei Krebs oder über die Aufgaben als stellvertretende Vorsitzende einer großen Industrie-Gewerkschaft. Zwei Lehrer berichteten über ihr Sabbatjahr, andere über Reisen in ferne Länder oder über Hilfen für das von Erdbeben geschädigte Nepal.

Auch wenn zehn Themen aus dem Bereich Geschichte und Politik stammen, so ist das Diwan-Team weiterhin offen für Vergangenes und Aktuelles. Lange bevor Bob Dylan den Nobel-Preis erhielt, gab es bereits 2014 eine Würdigung mit „Singing“ und Lesung in der Goethe-Bibliothek. Heinz-Jürgen Schocke

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