Bensheim

Nabu Stadtverband stellt am 23. August neuen Arbeitsschwerpunkt vor / Bürger sollen mitarbeiten

Von Falke bis Fledermaus: Natur erkunden in der Stadt

Bensheim/Zwingenberg.Dass man mitten in der Stadt auf einen seltsamen Käfer, auf einen Vogel oder eine Pflanze stößt, die man nicht kennt und auch in einer Stadt nicht erwartet hat, das haben sicher schon viele erfahren. Tatsächlich gibt es inzwischen in den Städten ein vielfältiges Naturleben, das aber oft noch übersehen wird.

Artenvielfalt erhalten

Kenntnis und Schutz der Arten, die sich im städtischen Raum angesiedelt haben, kann ein wichtiger Beitrag sein, um die bedrohte Artenvielfalt zu er halten und sogar zu fördern. In der Stadt gibt es viele Ecken, Nischen, Gehölze, kleine Wildnisse und Gewässer, die zu Lebensräumen für Tiere und Pflanzen geworden sind, die heute im intensiv genutzten Offenland draußen kein Auskommen mehr finden.

Der Nabu-Stadtverband Bensheim/Zwingenberg hat deshalb den Lebensraum Stadt zum neuen Arbeitsschwerpunkt gemacht.

Bunt und breit gefächert stellt sich das Themenangebot dar. Vielfältige Mitwirkungsmöglichkeiten bieten sich dabei den Nabu-Mitgliedern ebenso wie der gesamten Bevölkerung an.

Wo gibt es in Bensheim noch Schwalben? Wo nisten Mauersegler und Turmfalken? Wie viele Störche werden flügge? Wo sind die heimlichen Fledermäuse zu Hause? Wer hat ein Auge auf bemerkenswerte Bäume und Gehölze? Welche Insekten besuchen unsere Balkone und Gärten?

Nicht nur Autos sollen brummen

Neben Erkundungen soll es aber auch um naturnahe Gestaltung im städtischen Umfeld gehen. Wie lassen sich kleine Refugien für die Natur schaffen? Wo bietet sich eine Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung an? Ziel sollte dabei sein: Eine lebendige Stadt, in der nicht nur der Autoverkehr brummt, sondern auch mancher Käfer in den Gärten und Grünanlagen.

Die Auftaktveranstaltung findet am Donnerstag, 23. August, unter dem Titel „Natur in die Stadt – Hilfen für die Artenvielfalt im täglichen Umfeld“ um 19 Uhr im Naturschutzzentrum Bergstraße an der Erlache statt. Der Nabu Bensheim/Zwingenberg lädt dazu alle Bürger zu einer Gesprächsrunde und Diskussion ein. Referenten sind der Nabu-Landesvorsitzende Gerhard Eppler und ein Gärtnermeister.

Vorgestellt wird ein Beispiel für gelungene naturnahe Gestaltung eines Wohngebäudes mit Garten im Neubaugebiet. red

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