Bensheim

Menschenrechts-Initiative Termin am 19. September

Vortrag über Brasilien

Bensheim.Als Maria Fendela de la Silva eines Tages von ihrer Arbeit auf dem Feld nach Hause kam, stand ihr Haus nicht mehr. Die Privatmiliz des brasilianischen Agrarkonzerns Damha Agropecuaria hatte das Haus abgerissen, weil Maria das Grundstück angeblich illegal besetzt hatte.

Im Rahmen einer Veranstaltung mit dem Titel „Wer den Preis zahlt. Brasilien: Land oder Leben“ thematisiert die Menschenrechts-Initiative Bergstraße am Mittwoch, 19. September, ab 19.30 Uhr im Haus am Markt (Mehrzwecksaal) unter anderem die Folgen der Soja-Monokulturen in Brasilien.

„In die EU werden jährlich etwa 35 Millionen Tonnen Soja importiert, die überwiegend zu Viehfutter verarbeitet werden“, schreibt die MIB in ihrer Veranstaltungsankündigung. „Die Soja-Monokulturen vergiften in der Regenzeit die Flüsse mit Pestiziden und durch Abholzung der Tropenwälder für Anbauflächen kommt es zu verstärkter Erosion. Die Flüsse verschlammen, der Grundwasserspiegel sinkt und Wasserquellen trocknen aus.“

MIB-Sprecher Rainer Scheffler: „Brasilien: Land oder Leben ist der Auftakt für eine Veranstaltungsreihe, die sich unter dem Motto „Wer den Preis zahlt“ mit Landraub, der Situation indigener Völker und mit ihrem Kampf um Erhaltung ihrer Lebensräume und dem Zusammenhang mit unserer Lebensweise befasst.“ red

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