Bensheim

Internationale Woche MIB lädt für 13. Juni ins Haus am Mark ein

Vortrag übers Textilbündnis

Archivartikel

Bensheim.Auch in diesem Jahr bleibt die Ausbeutung in der Textilindustrie ein zentrales Thema der Menschenrechts-Initiative Bergstraße e. V. (MIB). Im Rahmen der diesjährigen „Internationalen Woche“ in Bensheim (11. bis 15. Juni, Veranstalter: Christoffel Blindenmission, Stadt Bensheim und Karl-Kübel-Stiftung) informiert die Initiative mit einer Film- und Vortragsveranstaltung unter dem Titel „Der wahre Preis: Ausbeutung in der Textilindustrie“ auch über den Stand der Dinge beim sogenannten „Textilbündnis“. Termin ist der 13. Juni, Mittwoch, 19.30 Uhr; Veranstaltungsort ist das Haus am Markt

In einer Pressemitteilung schreibt Rainer Scheffler für die MIB: Nach der Rana-Plaza-Katastrophe in Dhaka/Bangladesh im Jahr 2013 initiierte Bundesentwicklungsminister Müller im Jahr 2014 einen (freiwilligen) Zusammenschluss von Bekleidungsketten, Textildiscountern, Nicht-Regierungsorganisationen und Gewerkschaften in Deutschland mit dem Ziel, Strategien und Aktionspläne („Roadmaps“) für bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen in den Zulieferfabriken zu entwickeln.

Klare Ansage fehlen

MIB-Sprecher Rainer Scheffler erläutert weiter: „2014 startete das Bündnis mit 34 Mitgliedern und rund einem Prozent Marktabdeckung. Heute sind es etwa 150 Unterstützer, die für etwa 50 Prozent des Marktes stehen. Was jedoch auch vier Jahre nach der Gründung des Bündnisses und fünf Jahre nach dem Rana-Plaza-Gebäudeeinsturz fehlt, das sind klare Ansagen, zum Beispiel zur Einführung existenzsichernder Löhne, zur Stärkung der oftmals in Zulieferfabriken nicht geduldeten Gewerkschaften und zur unabhängigen Kontrolle von Arbeitsbedingungen und Gebäudesicherheit.“

Für die Menschenrechts-Initiative können die im Mittelpunkt der diesjährigen „Internationalen Woche“ stehenden, von den Vereinten Nationen 2015 beschlossenen Nachhaltigkeitsziele (SDGs: Sustainable Development Goals) „bei aller Skepsis ein Ansatz zur Schaffung nachhaltiger Produktionsprozesse und menschenwürdiger Arbeitsbedingungen auf Basis der Menschenrechte sein, wenn der politische Wille dazu vorhanden ist“. red

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