Bensheim

Bürgermeisterwahl Aufruf zur Beteiligung an der Abstimmung

Wahl-Appell des Bürgernetzwerks

Archivartikel

Bensheim.„Mitreden, mitdenken, mitgestalten“: Das ist der Dreiklang, an dem sich das Bürgernetzwerk Bensheim seit seiner Gründung orientiert. Wie viel Zeit und Engagement jemand für die Einflussnahme auf die Gestaltung seines Lebensumfelds aufbringt, hängt von persönlichen Faktoren ab.

Die niederschwelligste Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, ist die Stimmabgabe bei Wahlen, erinnert das Bürgernetzwerk an eine Binsenweisheit: „Denn Ämter verleihen Macht auf Zeit.“ Und die könne lang sein.

Wer in den nächsten sechs Jahren als Bürgermeisterin oder Bürgermeister die Geschicke der Stadt maßgeblich lenkt, sollte sich deshalb auf ein möglichst breites Votum der Bevölkerung stützen können. Dass beim ersten Wahlgang weniger als die Hälfte der Bensheimer von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht hat, lasse auf ein bedauerliches Desinteresse einer Mehrheit an kommunalen Weichenstellungen schließen, die eigentlich alle angehen.

Umso wünschenswerter wäre es, dass dieser Eindruck bei der Stichwahl am Sonntag zwischen Amtsinhaber Rolf Richter und seiner Herausforderin Christine Klein nicht noch verstärkt wird, appelliert das Bürgernetzwerk, vom Privileg der demokratischen Teilhabe, gerade vor Ort, diesmal zahlreicher Gebrauch zu machen. Wer nicht wolle, dass andere für ihn entscheiden, müsse wählen gehen. „Es geht darum, von wem und wie Bensheims Interessen in Zukunft nach innen und außen vertreten werden“, ruft das Bürgernetzwerk zur aktiven Mitbestimmung auf.

Egal, wie die Würfel fallen: Gute Entscheidungen für Bensheim könnten nur unter Beteiligung der Stadtgesellschaft in ihrer Gesamtheit getroffen werden. Das Bürgernetzwerk will weiter ein Forum und die Plattform dafür bieten. Unabhängig davon, wie der Chefsessel im Rathaus besetzt wird, bleibe es bei dem Anspruch, im offenen Austausch der Meinungen und Ideen konstruktive Lösungen für heutige und künftige Fragestellungen zu finden.

Kooperatives Gespräch suchen

Dafür werde das Bürgernetzwerk – „jenseits von Wahlkampfgetöse“ –, wie auch vorher schon, das kooperative Gespräch mit allen an Entscheidungsfindungen beteiligten Personen, Gremien und Gruppierungen suchen und die interessierte Bevölkerung, sobald dies wieder möglich ist, zu Präsenzveranstaltungen einladen.

Die Presseerklärung zur Stichwahl ist unterzeichnet von den Mitgliedern des Leitungsteams im Bürgernetzwerk: Tatjana Steinbrenner, Marianne Valigura, Markus Bamberg, Norbert Diehl, Harry Hegenbarth, Harald Heußer, Sanjin Maracic, Ottmar Meissner, Hans-Peter Meister, Erich Neugebauer, Karl-Heinz Schlitt sowie Eddi Winkler. red

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