Bensheim

Firmenbesuch Bundestagsabgeordneter Michael Meister besuchte die AQON Water Solution GmbH in Bensheim

Wasseraufbereitung beim Oktoberfest

Archivartikel

Bensheim.Der Bergsträßer Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Michael Meister, besuchte die in Bensheim ansässige Firma AQON Water Solution GmbH. Das mittelständische Familienunternehmen ist seit 2004 Spezialist zur nachhaltigen Aufbereitung von Wasser.

Zentrale Themen sind zum Beispiel die abwasserlose Fabrik oder die Aufbereitung von Wasser in Privathaushalten – ohne Verbrauchsmaterial. Für den Geschäftsführer Marian Wilk ist Wasser die wertvollste Ressource, mit der nachhaltig umgegangen werden muss. Bei der Reinigung von Wasser setzen die meisten Verfahren auf Chemie. AQON nutzt die Physik und verzichtet auf Chemie. „Wir stellen unseren Kunden eine Komplettlösung zur Verfügung, die das Recycling von Wasser ermöglicht und Prozesse sauber und effizient macht. Wasseraufbereitung, Filtration und Prozessoptimierung sind bei uns aufeinander abgestimmt“, so Wilk. Natürlich weiß Wilk, der das Unternehmen zusammen mit seinen Söhnen Maximilian und Konstantin führt, dass immer wieder neue Innovationen nötig sind.

Die Ideen sind vorhanden, doch die Forschung ist oft so kostspielig, dass sie von einem mittelständischen Unternehmen nicht alleine umgesetzt werden kann. Marian Wilk zeigte sich daher sehr erfreut über den Besuch eines Parlamentarischen Staatssekretärs, um auch kritische Anmerkungen zur Vergabe von Fördergeldern besprechen zu können.

Für die Entwicklung eines nachhaltigen Recyclingverfahrens für Wasser und Waschmittelkomponenten für gewerbliche Wäschereien habe sein Unternehmen eine Projektförderung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung erhalten.

In Zusammenhang mit dem Hohenstein Institut werde geforscht, wie Wäschereien Wasser nach der Benutzung ohne chemischen Zusatz wieder verwenden können, ohne es sofort als Abwasser den Kläranlagen zu überlassen.

Maximilian Wilk verdeutlichte am Beispiel von Wasserenthärtungsanlagen für den Privathaushalt, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen bei der Markteinführung von Innovationen vor besonderen Herausforderungen stehen. „Es reicht in der Regel nicht aus, ein gutes Produkt anzubieten. Man muss auch in der Lage sein, bestehende Gewohnheiten und Markteintrittsbarrieren zu überwinden“, so Maximilian Will.

Marian Wilk erklärte, dass etwa die physikalische Wasseraufbereitungstechnologie seines Unternehmens auf dem Münchener Oktoberfest mit großem Erfolg eingesetzt wurde. Erst mit einer solchen Aufmerksamkeit könne das Unternehmen erfolgreich die Öffentlichkeit erreichen. Der Transfer von neuen Technologien in marktgängige Produkte ist eine zentrale Herausforderung. Diesen Hinweis nahm Meister auf. Wilk und seine Söhne besprachen zudem mit ihm, welche weiteren Projekte anstehen und wie Forschungszuschüsse beantragt werden können. red

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