Bensheim

Deutsch-Südafrikanischer Förderverein Vorsitzende Rosie Wennemer besuchte Einrichtungen, die von Bensheim aus unterstützt werden

Wertvolle Hilfe für Straßenkinder

Archivartikel

Auerbach.Im April besuchte die Vorsitzende des Deutsch-Südafrikanischen Fördervereins für benachteiligte Kinder, Rosie Wennemer, routinemäßig Südafrika, um sich selbst zu überzeugen, ob die von ihrem Verein bereitgestellten Mittel entsprechend den Vorgaben eingesetzt werden. Dabei nahm sie vier Einrichtungen in Augenschein, die schon über mehrere Jahre erfolgreich betreut werden.

Den Auftakt machte in Kapstadt das „Boys Home“ des Projekts „The Homestead“ im Township Kayelitsha. Das Heim ist jetzt organisatorisch in drei Stufen gegliedert: Zuerst werden dort die aufgegriffenen Straßenkinder resozialisiert und auf einen geregelten Schulbesuch vorbereitet. Danach besuchen alle Jungen entweder eine öffentliche Schule entsprechend ihrer schulischen Entwicklung oder sie werden im Heim unterrichtet und lernen, sich selbst zu versorgen.

In der dritten Phase siedeln sie nach Kapstadt um und gehen bis zum 18. Lebensjahr zur Schule. Wer von den 24 derzeit geförderten Jugendlichen mit der relativ großen Freiheit nicht klarkommt, muss ins „Boys Home“ zurück. Die Betreuung dort wird von 20 Sozialarbeitern im Schichtdienst rund um die Uhr sichergestellt. Unterstützung erfahren sie von drei belgischen Studenten, die Boxen und Fußball anbieten.

Zweite Station war das Kinderheim „Christine Revell“ in Kapstadt, das vom Verein bei der medizinischen Versorgung unterstützt wird. Die monatlichen Zuwendungen reichen allerdings so eben, um allen Kindern medizinische Betreuung zukommen zu lassen.

Das „Legacy Center“ im Township Kayamandi in Stellenbosch präsentierte sich weiterhin in hervorragendem Zustand, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins. Dort fand Rosie Wennemer einen neuen Spielplatz vor und einen Turm mit Übertragungsantennen für Handys, durch den man jährlich 80 000 Rand als Pacht erwirtschaftet. Die vom Verein finanzierte Englischlehrerin berichtete stolz von ihrem laufenden Projekt über Dinosaurier und dem abgeschlossenen Projekt „Meer“. Zum Ende des Schuljahres nehmen die Kinder die gesammelten Projekte mit nach Hause.

Großer Akzeptanz erfreut sich das Leseprojekt an der Secondary School/High School Stellenzicht in Jamestown. Das Team findet jetzt sowohl bei der Schulleitung als auch beim Afrikaans Department der Provinz nach ersten Erfolgen bei den Lernergebnissen volle Unterstützung. Und da die Schule auch Spendenquittungen ausstellen kann, wurden bereits erste Sponsoren gewonnen.

Das Leseprojekt gliedert sich in zwei Gruppen. In einer Gruppe werden schwache Schüler aus den 8. und 9. Klassen und in der anderen ganz schwache Schüler durch Einzelunterricht gefördert. Dieses Projekt habe auch einen hohen sozialen Wert, denn es mindert die Ausgrenzung der schwachen Schüler. Dazu trägt auch die Herausgabe einer Schulzeitung bei, in der schwache und bessere Schüler zusammenarbeiten. Für die Zukunft erhofft man sich Hilfe für den Einzelunterricht durch Studenten der Universität Stellenbosch.

Am Ende ihrer Besichtigungen konnte Rosie Wennemer wieder ein für alle hiesigen Spender und Unterstützer positives Fazit ziehen: Die bereitgestellten Mittel erfüllen voll den angedachten Zweck. kn

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