Bensheim

Hauptversammlung Vorstand blickte auf das vergangene Jahr zurück / Walter Rascher für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt

Wilmshäuser Wehr steht finanziell gut da

Wilmshausen.Für das neue Führungsteam der Freiwilligen Feuerwehr Wilmshausen waren es die jeweils ersten Rechenschaftsberichte, die Vereinsvorsitzender Peter Kindinger und Wehrführer Tobias Kindinger am Freitag bei der Jahreshauptversammlung der Wehr abgaben. Den Worten des Vorsitzenden zu Folge war es ein eher normales Jahr, das auch beim Mitgliederstand kaum Veränderungen brachte.

Nach wie vor verfügt die Einsatzabteilung über 14 Brandschützer, und mit sieben Mitgliedern, davon vier Ehrenmitglieder, ist auch die Alters- und Ehrenabteilung unverändert. Bei der Jugendwehr hat sich die Zahl der Mitglieder um zwei auf vier reduziert. Mit 137 fördernden Mitgliedern zählt der Verein insgesamt 164 Mitglieder.

Dass sich die Wilmshäuser Wehr nicht nur um die Sicherheit der Bürger, sondern auch die Geselligkeit kümmert, verdeutlichte der Bericht von Peter Kindinger. Zu den wichtigsten Veranstaltungen zählt dabei das traditionelle Mühlbergfest, das im vergangenen Jahr nach fast 50 Jahren allerdings erstmals nicht auf dem Mühlberg stattfand. Wegen der anhaltenden Trockenheit in den Sommermonaten hatte man sich schweren Herzens für das Gerätehaus als Veranstaltungsort entschieden.

Festbesucher äußern sich positiv

Allerdings brachte das auch einige Vorteile, wie beispielsweise der geringere Arbeits- und Kostenaufwand. Auch war die Resonanz bei den Besuchern durchweg positiv, wie es sich in der Bemerkung „besser hochgeschaut als hoch gelaufen“ eines Gastes widerspiegelte. In einer der nächsten Sitzungen will der Vorstand über den künftigen Standort des Mühlbergfestes endgültig entscheiden.

Wie das Fest trägt auch die Vermietung des eigenen Zeltes zur guten finanziellen Situation des Vereins bei. Darüber berichtete in diesem Jahr nicht der langjährige Rechner Thomas Jost, sondern an dessen Stelle Eckhard Karn, der bei der vergangenen Jahreshauptversammlung nach über 40 Jahren als Vereinsvorsitzender und Wehrführer ausgeschieden war. Aus gesundheitlichen Gründen hat sich Jost aus der Vorstandsarbeit zurückgezogen.

Trotz des größeren Ausgabenpostens für die Ausstattung wurde im vergangenen Jahr ein kleines Plus erwirtschaftet und das sehr gute finanzielle Fundament des Vereins gestärkt.

Jugendwart Andreas Kindinger berichtete von 34 Unterrichts- und Übungsabenden, bei denen feuerwehrtechnische Themen besprochen und an den Gerätschaften geübt wurde. Auch wurden zum Jahresbeginn die Weihnachtsbäume eingesammelt und am Bezirkszeltlager in Schwanheim sowie am Kreiszeltlager in Bürstadt hatte man teilgenommen.

Auch die Alters- und Ehrenabteilung war aktiv und hatte sich bei ihren acht Zusammenkünften unter anderem zum Schlachtfest in Linnenbach getroffen und eine Käserei in Lörzenbach besucht, wie Sprecher Theo Kindinger berichtete.

Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstands nutzte Erster Stadtrat Helmut Sachwitz die Gelegenheit, den ehrenamtlich Aktiven der Wehr den Dank der Stadt für die geleistete Arbeit auszusprechen. Aus aktuellem Anlass machte er deutlich, dass nicht alle Leistungen der Feuerwehr selbstverständlich seien und das aber erst dann bemerkt werde, wenn man sich mal zurückziehe, wie in diesem Jahr in Schönberg bei der Einsammlung der Christbäume.

Im Rahmen der Versammlung wurde Pauline Schäfer in die Einsatzabteilung übernommen. Sie gehört der Feuerwehr seit 2011 an, hat vor eineinhalb Jahre mit der Leistungsspange die höchste Auszeichnung in der Jugendwehr erworben und hat inzwischen die Altersgrenze für die Nachwuchsabteilung erreicht.

Mit einem Präsent für den guten Übungsbesuch wurden Klaus Elbert (einmal gefehlt) und Peter Kindinger (dreimal gefehlt) belohnt. Von insgesamt fünf Jubilaren war lediglich Walter Rascher anwesend, der für 60 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr mit einer Urkunde und einem Weinpräsent geehrt wurde. Rascher war nicht nur langjähriges aktives Mitglied, sondern gehörte von 1978 bis 1983 auch dem Vorstand als Schriftführer an.

Ein Präsent als Dankeschön erhielt auch das langjährige Vorstandsmitglied Thomas Jost, der dem Vorstand seit 1983 angehörte und sich seit 1988 als Rechner um die Finanzen des Vereins gekümmert hat. „In all den Jahren hat es keine Beanstandungen gegeben“, so Vorsitzender Peter Kindinger. Einstimmig wurde Franziska Moser zur Nachfolgerin in das Amt des Rechners gewählt.

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