Bensheim

Kolpingsfamilie Gut besuchter Vortrag von Maria Rita Bickerle

Wohnformen für alle Generationen

Archivartikel

Bensheim.Eine gut besuchte Veranstaltung der Kolpingsfamilie Bensheim befasste sich kürzlich mit dem Thema „Neue Wohnformen – wie möchte ich im Alter wohnen“. Vorsitzender Josef Roesch konnte dazu neben Mitgliedern der Kolpingsfamilie auch viele an dieser Fragestellung Interessierte begrüßen. „Wohnen im Alter, aber auch generationenübergreifende Wohnprojekte spielen bei vielen in ihren Überlegungen eben eine Rolle“, so Roesch angesichts des voll besetzten Breuer-Saals.

Die Referentin des Abends Maria Rita Bickerle war beruflich in der Wohnungsbauförderung in Darmstadt tätig. Sie stellte verschiedene Wohnprojekte im Darmstädter Raum – Agora, Sandberghof, Wohninitiative Ober-Ramstadt, Wohnsinn Darmstadt – vor, die bereits seit einigen Jahren laufen oder noch in der Planung sind.

Verschiedene Projekte in Hessen

Darüber hinaus beschrieb sie weitere bereits existierende Wohnprojekte in Hessen wie etwa in Dillenburg und Bad Emstal und geplante oder im Bau befindliche Wohnvorhaben wie in Amöneburg, Groß-Umstadt und Niddatal.

Die Anwesenden konnten dabei erkennen, dass ganz unterschiedliche Herangehensweisen und Trägerschaften zur Verschiedenartigkeit der Wohnanlagen und Wohnformen führten bzw. noch führen werden.

Bickerle wies auf einige interessante Internet-Portale wie Wohnungsbau.hessen.de oder www.wohnprojekte-portal.de hin. Dort sind auch Infos für Fördermöglichkeiten aufgeführt.

Bei allen Projekten ist Ziel und Philosophie, generationenübergreifende Wohn- und gemeinschaftliche Lebensformen zu ermöglichen. Die Menschen sind in verschiedenen Lebensphasen und -situationen zusammen: Familien mit Kindern, Paare, Alleinstehende, Jüngere, Ältere, Hilfsbedürftige oder Behinderte. Oft stehen den Bewohnern auch Gemeinschaftsflächen und Räume für gemeinsame Aktivitäten zur Verfügung.

Vorhaben in der Gartenstraße

Ein aktuelles Projekt dieser Art in Bensheim wurde von Gerhard Vetter angesprochen und erläutert. Er ist Vorsitzender des Vereins „WohnVision Bergstraße“. Der Verein hat sich entwickelt aus den Bürgerforen im Kreis Bergstraße und hat die Beratung und Begleitung von gemeinschaftlichen und generationenübergreifenden Wohnprojekten auf seine Agenda geschrieben.

Ein erstes Vorhaben in Bensheim – zwei Mehrfamilienhäuser mit 18 Wohneinheiten (zwei bis vier Zimmer – circa 60 bis 100 Quadratmeter) zusammen mit der Wohnbau Bergstraße als Partner ist gerade begonnen worden. Etwa die Hälfte der Mietwohnungen ist bereits vergeben, für die weiteren Wohnungen sind besonders auch Familien willkommen.

Vetter bot an, gerne weitere Auskünfte über den Verein und das Projekt in der Gartenstraße zu erteilen (Internet: www.wohnvision-bergstrasse.de, E-Mail g.vetter@wohnvision-bergstrasse.de). red

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