Bensheim

Gymnasium Buntes Programm für die Schüler aller fünften Klassen und deren Eltern

Zauberhafte Märchennacht am AKG

Bensheim.Wenn es Ende des Jahres im ganzen Haus wispert und knispert, lauscht und schaut, rennt und denkt, dann ist wieder Märchenzeit am AKG. Zauberhafte Gestalten bevölkern die Gänge und die Räume. Mit viel Engagement haben die Lehrer der fünften Klassen eine Märchennacht mit buntem Programm erstellt.

Nach der Begrüßung in der Mensa durch die als Märchenfigur verkleidete Schulleiterin Frau Wölbern ging es los; die Kinder zogen klassenweise von Station zu Station, überall erwartete sie Märchenhaftes: Vorlesen im Theater der Schule. Eingetaucht in das Halbdunkel des Zuschauerraums mit Blick auf eine märchenhaft beleuchtete Bühne lauschten die Kinder den Vorleserinnen auf der Bühne, neben der Schulleiterin und einer jungen Kollegin waren dies Winnie Lechterbeck von der Bensheimer Stadtbücherei und Ingeborg Deichmann von der Bensheimer Bücherstube. Auf die Frage, ob sie gerne vorlesen wollen, kam unisono die Antwort: Klar, wir lieben Märchen.

Ein Raum zum Stöbern

Kinder brauchen Märchen – das war auch das Thema in einem Raum, in dem Märchenbücher ausgestellt waren. Ein Raum zum Stöbern in Märchenbüchern, ein Raum zum Vorlesen für die jüngsten Besucher der Märchennacht und ein Raum, in dem über die Bedeutung von Märchen für die Entwicklung des Kindes informiert wurde.

„Kinder brauchen Märchen“ – der Titel eines vielzitierten Buchs des berühmten Psychoanalytikers und Kinderpsychologen Bruno Bettelheim – verweist drauf, was Märchen für Kinder bedeuten: Orientierung in der sie umgebenden Welt, denn Gut und Böse sind klar definiert. Märchen helfen, Ängste abzubauen, denn schwierige Situationen können überwunden werden. Märchen haben zudem eine ganz besondere Sprache, sie eröffnen einen Zugang zu Literatur.

Vorlesezeit „erkauft“

Wer weiß mehr über Märchen? Die Eltern oder die Schüler – in einem spannenden Quiz wurde auch diese Frage geklärt. Sheherazade – wer kennt sie nicht, die Geschichte um die Tochter des Wesirs, die Nacht um Nacht Geschichten fürs Überleben erzählt? Immer, wenn der Tag anbricht und der Kalif sie eigentlich töten will, ist ihr Märchen erst zu Hälfte erzählt und der Kalif lässt sie leben, um in der kommenden Nacht den Rest zu erfahren.

Etwas Ähnliches gab es auch am AKG. Zwar ging es nicht um Leben oder Tod, aber um das vollständige Vorlesen eines Märchens. Dieses trugen Kinder aus den jeweiligen Klassen ihren Eltern vor, allerdings mussten sich die Eltern diese Vorlesezeit „erkaufen“. War die Zeit im Leseautomaten abgelaufen, musste nachgezahlt werden. Am Ende durften aber doch alle Eltern bis zum Schluss zuhören.

Natürlich ist Vorlesen ein wesentlicher Bestandteil einer Veranstaltung zum Thema Märchen. Aber auch Musik und Sport, die am AKG eine große Rolle spielen, waren bei der Märchennacht vertreten. In der Turnhalle gab es eine Schnitzeljagd, bei der Schnipsel eines Märchenpuzzles ganz schnell herbeigeholt und zusammengesetzt wurden. Eine Runde Zombieball für alle war die Belohnung.

Musik zur Geschichte

Ein Märchen rhythmisch zu untermalen, war eine weitere Aufgabe, die die Klassen lösen mussten, unter Anleitung eines Musiklehrers gelang dies auch. Die Eltern durften in dieser Zeit komplett entspannen und Musik hören. Das Märchen „Peter und der Wolf“ zeigt die enge Verzahnung von Musik und Literatur.

Knusper, Knusper, Knäuschen, wer knappert an meinem Häuschen? Es sei gleich verraten, es war nicht der Wind, sondern all die hungrigen Teilnehmer der Märchennacht. Dank großzügiger Spenden aus der Elternschaft konnte ein gemütliches Café zum Verweilen eingerichtet werden, und Brötchen, Kuchen und Getränke schmeckten nach so einem Abend besonders gut. Zufrieden konnten Groß und Klein nach Hause gehen in dem Bewusstsein eines weiteren besonderen Geschenks: Die ersten beiden Stunden am Freitagvormittag hatten die Märchenhelden der fünften Klassen frei.

Spenden für die Bibliothek

Bei der Märchennacht kam durch verschiedene Aktivitäten eine Reihe von Spendengeldern zusammen. Diese wurden dem Förderverein des AKG übergeben, mit der Auflage, Kinder und Jugendbücher für die unteren Klassen anzuschaffen. Mit der neuen Bibliothek strebt das AKG auch eine Ausleihe an. red

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