Bensheim

Jubiläum Beim 25. Salvator-Marathon waren 1400 Höhenmeter zu bewältigen / Elf Stunden mit Hündin Alma unterwegs

Zu Fuß nach Boxbrunn

Archivartikel

Bensheim.Zum 25. Mal starteten am letzten März-Samstag 15 Wanderer und Hündin Alma zum traditionellen Salvator-Marathon. Bei optimalem Frühlingswetter galt es, 43 Kilometer und einen Anstieg von stattlichen 1400 Höhenmetern zu bewältigen.

Die Strecke führt von Bensheim nach Boxbrunn im Landkreis Miltenberg, dem ersten Ort nach der hessisch-bayrischen Grenze. Das Ziel ist dort die Gaststätte „Bayrischer Hof“, die in der Fastenzeit ein besonderes Bier ausschenkt, welches namensgebend für den Marathon war.

Als Manfred Krause die Route 1993 ausarbeitete und mit einem Freund erwanderte, konnte er noch nicht ahnen, dass der Salvator-Marathon sich solcher Beliebtheit erfreuen würde. Immer neue Gleichgesinnte schlossen sich Jahr für Jahr an und es bildete sich eine fast konstante Wandergruppe heraus, die in ihrer bunten Mischung nur zu diesem speziellen Termin im März zusammenkommt.

Wanderer von 16 bis 80 Jahren

Den Jubiläumslauf meisterte die sechzehnjährige Alina Hartwig als jüngste Teilnehmerin ebenso souverän wie Manfred Krause, der als ältester Wanderer im April seinen 80. Geburtstag feiert.

Den im Morgengrauen gestarteten vier Frauen und elf Männern schlossen sich auf der Marathonstrecke unterwegs weitere ehemalige Absolventen des Laufs an, denen die komplette Strecke in diesem Jahr zu anstrengend erschien, die aber die Jubiläumsveranstaltung auf keinen Fall versäumen wollten.

Über Gronau und Lindenfels marschierte die Gruppe zum Gumpener Kreuz. In flottem Tempo ging es weiter ins Ostertal, wobei der 430 Meter hohe Berg Stotz mit seinem steilen Anstieg die Kondition der Wanderer forderte. Die Hälfte der Strecke war nach fünf Stunden geschafft. Dann hieß es weitere Kraftreserven mobilisieren, um das 501 Meter hohe „Lärmfeuer“ zu erklimmen.

Die Mittagsrast in der Ihrig-Hütte hatten sich die Wanderer bei Kilometer 27 redlich verdient. Gestärkt ging es abwärts über Mossau nach Michelstadt, wo weitere Wanderer dazu stießen. Der letzte, acht Kilometer lange Anstieg über Eulbach bis zum 490 Meter hochgelegenen Boxbrunn verlangte der Gruppe nochmal alles ab. Elf Stunden waren die „Marathoni“ und Hündin Alma inklusive der Pausen unterwegs. Beim Salvator-Marathon jagt niemand nach Rekorden. Vielmehr geht es um die Freude an der Bewegung mit Gleichgesinnten in der wunderschönen Landschaft des Odenwaldes. Trotz großer Müdigkeit waren diese Freude und der Stolz auf die eigene Leistung allen Teilnehmern anzusehen.

2019 wieder dabei

Mit Freunden und Angehörigen, die für die Rückfahrt nach Bensheim sorgten, ließen die Freizeitsportler den Jubiläumsmarathon bei bayrischen Spezialitäten gemütlich ausklingen. Zum Abschied bedankten sich die Teilnehmer bei Manfred Krause für die gute Organisation – und trennten sich nicht ohne Vorfreude auf den Salvatormarathon 2019. red

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel