Bensheim

Gedenktag Kolpingsfamilie lädt für 1. Dezember zu Gottesdienst und geselligen Beisammensein ein

Zum Leben und Wirken Adolph Kolpings

Bensheim.Die Kolpingsfamilie Bensheim lädt anlässlich des Kolping-Gedenktages ihre Mitglieder zur Feier des Familiengottesdienstes am kommenden Sonntag, 1. Dezember, um 17 Uhr in die Hospitalkirche ein. In diesem Jahr werden wieder zahlreiche Jubilare geehrt, die der Kolpingsfamilie schon viele Jahre die Treue halten.

Dies geschieht während des Gottesdienstes, in dem man auch der in diesem Jahr verstorbenen Kolpingschwestern und Kolpingbrüder besonders gedenkt.

Nach dem Gottesdienst sind die Mitglieder und Jubilare zum gemeinsamen Abendessen und geselligen Beisammensein im Kolpinghaus eingeladen. Hier wird dann auch der Bildband „Bensheim in Licht und Schatten“ vor- und ausgestellt. Das Buch zeigt Bensheimer Bilder des Fotografen Helmut Wahl aus den 1950 und 60er Jahren und wurde von Kolpingmitgliedern mitgestaltet.

In jedem Jahr gedenken die Kolpingsfamilien Anfang Dezember dem Leben und Wirken des seligen Adolph Kolping (Bild: dpa), das bis in die heutige Zeit reicht und noch immer aktuell ist. Der Gründer der Gesellenvereine, die den auf der Wanderschaft befindlichen Gesellen neben sozialer Unterstützung, Bildung und religiösem Halt auch „Geselligkeit“ bieten sollten, war am 4. Dezember 1865 in Köln gestorben.

1991 seliggesprochen

Am 27. Oktober 1991 wurde Kolping von Papst Johannes Paul II. in Rom seliggesprochen. Die Feier dieses Gedenktages ist jeweils auch ein Höhepunkt im verbandlichen Leben aller Kolpingsfamilien und des Kolpingwerkes.

An das Leben und Wirken, die Ideen und Taten Adolph Kolpings hatte der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Bensheim Josef Roesch kürzlich in einem Vortrag im Kolpinghaus erinnert und ergänzend dazu jetzt auch zum Entstehen und heutigen Stand des Kolpingwerkes mit interessanten Details referiert.

„Unbescholtener Lebenswandel“

Begonnen habe eigentlich alles mit Kolpings Engagement für ein menschenwürdiges Dasein der Wandergesellen und der Gründung der Gesellenvereine, die im Todesjahr Kolpings bereits die stattliche Zahl von 400 erreicht haben. Die Mitgliedschaft war per Satzung geregelt und auf ein Alter von 17 bis 26 Jahre beschränkt.

Roesch zeigte einige Beispiele auf, die dem Gesellenleben aufgegeben waren. So war beispielsweise geregelt, dass als Mitglied nur aufgenommen werden konnte, „wer einen unbescholtenen Lebenswandel führte oder zu führen entschlossen war“. Als Gruß der Gesellen war „Gott segne das ehrbare Handwerk“ vorgegeben.

Josef Roesch stellte bei seinem historischen Abriss nicht nur das Kölner Kolpingwerk, sondern auch die Entwicklung der am 11. November 1964 gegründeten Bensheimer Kolpingsfamilie dar. Die zahlreich anwesenden Kolpingmitglieder konnten dazu erhellende Beiträge liefern.

Roesch beendete seinen Vortrag mit dem Hinweis, dass man vom Kolpingwerk national und international sowie von der Verbandsarbeit am besten einen Eindruck gewinnen könne, wenn man die Vielfalt der Aktivitäten und Angebote etwa im Internet recherchiere.

Diese seien Projekte wie Freiwilligendienste, Workcamps und vielseitige Aktionen im sozialen Bereich weltweit wie andererseits auch verbandliche Institutionen wie Kolpinghäuser, Bildungseinrichtungen, Ferienstätten, Tagungshäuser und deren Betrieb. red

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