Bensheim

Karl-Kübel-Schule Anne Schubert und Manfred Weidner nach 35 Dienstjahren mit Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet

Zwei engagierte Pädagogen sagen Servus

Bensheim.Nach vielen gemeinsamen Jahren als Lehrkräfte an der Karl-Kübel-Schule (KKS) in Bensheim wollten sie auch ihren Abschied aus dem aktiven Schuldienst gemeinsam begehen. Unter dem Motto „Time to say good bye’“ hatten Englischlehrerin Anne Schubert und Physiklehrer Manfred Weidner Kollegium, Ehemalige und Schulleitung zu einer Feierstunde eingeladen.

Beide Lehrkräfte waren in den letzten Jahren wegen des Stundenbedarfs und ihrer fachlichen Kompetenz fast ausschließlich im Beruflichen Gymnasium mit ihrem jeweiligen Unterrichtsfach im Einsatz. Sowohl Anne Schubert als auch Manfred Weidner sind jedoch Berufsschullehrkräfte mit der Fachrichtung Wirtschaft. Beide hatten in der Vergangenheit auch berufsbezogenen Unterricht für Wirtschaft in den anderen Schulformen erteilt.

Freude, Erleichterung, aber auch Wehmut, Rückblick auf gemeinsame Erinnerungen und die aktive Beteiligung an der Entwicklung der Schule prägten die Themen der gut besuchten Feierstunde. In den Beiträgen von Fachkollegen, Personalrat, Schülern und Schulleitung kam die große Anerkennung, die Anne Schubert und Manfred Weidner als fachkompetente und pädagogisch versierte Lehrerpersönlichkeiten genossen, zum Ausdruck.

Als „Joker“ im Einsatz

Anne Schubert war seit 1981 Lehrerin an der Kübel-Schule. Nach ihrem Referendariat war sie aus Oldenburg in Niedersachsen an die Bergstraße gekommen. Wirtschaft, und zunehmend das Fach Englisch, hat sie seitdem in allen Schulformen unterrichtet.

Seit 2001 war sie als Oberstudienrätin Fachsprecherin und schulformübergreifende Fachberaterin für Englisch, und damit über viele Jahre die erste Ansprechpartnerin, wenn es um den Englischunterricht an der Schule ging. Anne Schubert hat als Mentorin Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst unterstützt und bei der Überprüfung von Abituraufgaben mitgewirkt. Sie hat mit großem persönlichen Einsatz das KMK-Fremdsprachenzertifikat für Berufsschüler an der Kübel-Schule etabliert, den Brückenkurs Englisch für Schüler aus abgebenden Schulen in den Sommerferien betreut und häuslichen Sonderunterricht erteilt.

Schulleiterin Ulrike Rüger würdigte die engagierte Lehrerin als absolut verlässlichen „Joker“, weil sie quasi immer bereit war „einzuspringen“, wenn eine Vertretung im Fach Englisch gebraucht wurde. Und so wird Anne Schubert im kommenden Schuljahr noch zwei Englisch-Grundkurse im Abschlussjahrgang bis zum Abitur führen.

Auf insgesamt 38 Jahre im Schuldienst, davon 35 an der Karl-Kübel-Schule in Bensheim blickt Manfred Weidner zurück. Schon seinen Vorbereitungsdienst hatte er an der Schule absolviert, die damals noch die Bezeichnung „Kaufmännische Schulen des Kreises Bergstraße“ trug.

Danach hatte Manfred Weidner drei Jahre lang an einer Frankfurter Berufsschule unterrichtet, bevor er im August 1986 wieder nach Bensheim versetzt wurde. Auch er war im Verlauf seiner Dienstjahre in allen Schulformen im Einsatz und hat ein breites Spektrum an Unterrichtsthemen abgedeckt: Wirtschaftslehre, Rechnungswesen, Informatik und zunehmend Physik als Grund- und Leistungskurs im Beruflichen Gymnasium. Besonders wichtig war ihm dabei immer, fachliche Zusammenhänge durch Projekte und Experimente anschaulich erfahrbar zu machen und durch geeigneten Methodeneinsatz und eine fordernde pädagogische Haltung erfolgreiches Lernen und ein hohes Maß an Schüleraktivität zu gewährleisten.

Immer das Machbare im Blick

Für die Belange seiner Kollegen hat sich Manfred Weidner als Personalratsmitglied eingesetzt, er hat viele Jahre die Physiksammlung der Schule betreut und war Mitglied der Steuerungsgruppe Schulentwicklung. Als Oberstudienrat war Weidner mitverantwortlich für die Qualitätsentwicklung der Schule, die Ausgestaltung der Konferenzkultur und für die Einführung eines Lern-Coaching-Angebots.

„Für mich ist Manfred Weidner der Kollege, der Visionen in Arbeitspakete packt, der uns immer gemahnt hat, Zielsetzungen nicht im Vagen zu lassen, sondern genau zu definieren und derjenige, der die Machbarkeit im Blick hat, ohne übergreifende Ideen aus den Augen zu verlieren“, fasste Schulleiterin Ulrike Rüger wichtige Aspekte des Wirkens von Manfred Weidner in der Schulentwicklung zusammen.

Im Namen vieler Schülergenerationen, im Auftrag des Kollegiums und des Schulleitungsteams dankte die Schulleiterin Anne Schubert und Manfred Weidner für den engagierten Einsatz, die gute Zusammenarbeit, die stets konstruktive, positive Haltung und die zugewandte, offene und entwicklungsfreudige pädagogische Arbeit. red

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