Bensheim

SSG Abteilung Outdoor/Wandern meisterte die dritte Etappe des Nibelungensteigs von Grasellenbach bis Hesseneck-Schöllenbach

Zwei Stauseen und ein Felsenmeer

Bensheim.Bei perfektem Wanderwetter war die SSG-Abteilung Outdoor/Wandern auch 2018 wieder auf dem Nibelungensteig zu ihrer dritten Etappe unterwegs. Meisterte die Abteilung 2016 die erste Etappe von Zwingenberg bis Lindenfels mit Übernachtung am Borstein in Reichenbach und 2017 die zweite Etappe von Lindenfels nach Grasellenbach, stand nun wieder eine Etappe mit Übernachtung auf dem Programm.

Ausgangspunkt war Grasellenbach, wo sich die 35 Teilnehmer trafen, um in den nächsten zwei Tagen gemeinsam eine Strecke von 31 Kilometern zurückzulegen. Die Familiengruppe mit 16 Kindern im Alter zwischen zwei und elf Jahren begann ihre Wanderung am frühen Vormittag, um gleich die erste Steigung in Grasellenbach zu meistern. Nach kurzer Strecke erreichte die Gruppe den Siegfriedsbrunnen, das erste Etappenziel auf der abwechslungsreichen Strecke bis Hesseneck. Weiter ging es zu einem der wenigen echten Moore im Odenwald, dem Moorgebiet „Rotes Wasser“ mit seiner ganz eigenen Landschaft mit Heidekräutern, Wollgräsern, Birken, Weiden und Torfmoosen.

Kaffee und Erdbeer-Shakes

Der Weg führte nun aus dem Wald hinaus, und oberhalb von Güttersbach hatten alle eine wundervolle Aussicht über die Odenwaldlandschaft und die blühenden Wiesen. Von dort führt der Nibelungensteig weiter Richtung Hüttenthal. Oberhalb von Hüttenthal wurde die verdiente Mittagspause eingelegt. Zur Freude vieler Teilnehmer wurde hier sogar ein kleiner Camping-Gaskocher ausgepackt und frischer Kaffee zubereitet.

In Hüttenthal schaffte es die Gruppe noch kurz vor Schließung des Molkereilädchens, sich mit frischen Erdbeer-Shakes zu versorgen und diese in der Sonne zu genießen. Bei angenehmem Sonnenschein gönnte sich die Gruppe diese unerwartete Pause, und besonders bei den Kindern war die Freude groß, als auch noch ein Eiswagen ganz plötzlich auf das Gelände rollte.

Nach dieser Stärkung schaffte es auch die jüngste Wanderin (sieben Jahre) ohne Probleme bis zum Marbachstausee. Aufgrund des schönen Wetters und des zügigen Tempos der Gruppe war auch hier noch Zeit für eine relaxte Stunde auf der Wiese am Ufer. Mancher nutzte die Zeit für eine kleine Abkühlung im See, und die Kinder hatten auch noch viel Spaß am See.

Nach einem letzten kurzen Wegstück erreichte die Gruppe die Bushaltestelle. Es blieb noch Zeit, um einen kurzen Blick auf das Himbächel-Viadukt zu werfen, was nun wunderschön von der Abendsonne beschienen war, bevor die Gruppe mit dem Bus zur Jugendherberge nach Erbach fuhr, wo der erste traumhafte Wandertag endete.

Nach der Zimmerverteilung in der Jugendherberge klang der Abend in einem benachbarten Restaurant aus, und alle waren nach den ersten 17 Kilometern und einem erlebnisreichen Tag früh im Bett.

Abmarsch mit Muskelkater

Am nächsten Morgen verließ die Gruppe die Jugendherberge direkt nach dem Frühstück, um mit dem Bus wieder zurück zum Himbächel-Viadukt, dem Startpunkt der Wanderung zu gelangen. Das Himbächel-Viadukt ist eine Eisenbahnbrücke aus dem Jahr 1881. Die Brücke war eine zeitgenössisch herausragende Ingenieurleistung und die bedeutendste Eisenbahnbrücke in Hessen.

Noch etwas müde und mit Muskelkater in den Beinen ging es die nächsten eineinhalb Stunden stetig bergauf durch den Wald bis zum Ebersberger Felsenmeer. Die Felsen luden zu einer kleinen Pause ein, bevor es weiter durch den Wald in Richtung Hesseneck ging. Der weitere Verlauf der Strecke wurde von idyllischen kleinen Lichtungen zwischen den Waldstücken unterbrochen und verlief sehr eben. So erreichte die Gruppe sehr schnell ihr Ziel, die Quellkirche in Hesseneck-Schöllenbach.

Doch bevor es von hier mit einem organisierten Busunternehmen zurück nach Grasellenbach ging, lohnte ein kurzer Abstecher zum kleinen, aber sehr hübsch gelegenen Stausee am Rande von Schöllenbach. Der Eutersee im Jahre 1971 als Hochwasserrückhaltebecken erbaut, dient auch der Naherholung.

Gegen 16 Uhr traf die Gruppe wohlbehalten wieder in Grasellenbach ein, wo eine gelungene dritte Etappe ihr sonniges Ende nahm. Bei einem Abschluss in einem Café wurden bereits Pläne für 2019 geschmiedet.

Die Organisatorin Anja Wendel ist sich sicher: „Auch 2019 wird die SSG wieder auf dem Nibelungensteig unterwegs sein. Auch wenn es aufgrund der langen Anreise und der wenigen Übernachtungsmöglichkeiten für Gruppen schwieriger wird, werden wir eine Möglichkeit finden, unser Ziel zu erreichen.“ red

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