Bensheim

Mohács-Freunde Gute Beteiligung bei der Neujahrswanderung

Zwischen „Wein und Stein“ nach Zell

Bensheim.Erfolgsmeldungen kann man subjektiv und objektiv einschätzen. Wenn man aber sieht, dass 33 Interessenten an der Neujahrswanderung des deutsch-ungarischen Freundeskreises Bensheim-Mohács teilnahmen und noch einmal fast 20 Personen direkt in die Weinschänke Götzinger kamen, kann man sagen, dass über ein Viertel der Mitglieder am Auftakt ins neue Jahr teilnahmen.

Diesmal wurde auf Heppenheimer Gemarkung aus gestartet. Vorstandsmitglied Sigi Müller begrüßte die Wandertruppe, darunter auch interessierte Nichtmitglieder, bevor Winzermeisterin Christa Guth wie immer gekonnt durch die Weinberge führte und profundes Wissen über den Bergsträßer Wein im Allgemeinen und über die Rebsorten der Lagen Steinkopf, Centgericht und Stemmler im Speziellen vermittelte.

Bei der Wanderung des Freundeskreises wurden auch Teile des Erlebnispfades „Wein und Stein“ gestreift. Auch hier erfuhren die Wanderer Wissenswertes über Rebsorten, Geologie, Klima und Geschichte sowie über die Lebenskultur. Interessant, dass der Erlebnispfad durch fünf Weinlagen zwischen Heppenheim und Bensheim führt, vorbei an über 100 Rebsorten und verschiedenen Steinskulpturen.

Christa Guth wies auch auf die Wingertshäuschen hin, die es in dieser Form nur noch im Kraichgau gibt, und die ursprünglich gebaut wurden, um Regenwasser aufzufangen, das, gemischt mit Schwefel, zum Spritzen der Rebstöcke gedacht war. Guth ging außerdem auf die Lage „Centgericht“ ein, die nach den ehemaligen Gerichtsständen am Landsberg benannt wurde, wo über 1000 Jahre Recht gesprochen wurde.

„Treibstoff“ für letzt Etappe

Die Winzermeisterin erzählte den Mohács-Freunden viel über die Geburtsstunden des Rebmuttergartens, ehe nach gut einer Stunde eine Rast eingelegt wurde. Der zweite Vorsitzende des Freundeskreises Reinhard Grohrock und seine Frau Karin hatten wieder leckeren Glühwein vorbereitet, dazu gab es Gebäck. Es wurde aber auch Antialkoholisches gereicht sowie „Hochprozentiges“, sozusagen als Treibstoff für die letzte Etappe.

Pünktlich zum Sonnenuntergang des herrlichen Wandertages wurde das Ziel, die Weinschänke Götzinger, erreicht, wo die Wanderer bereits von den Nichtwanderern begrüßt wurden. Gemeinsam wurden dann zum Teil jene Kreszenzen verkostet, die man unterwegs hatte wachsen sehen. Zweiter Vorsitzender Reinhard Grohrock dankte der Wanderführerin Christa Guth und überreichte diesmal keinen Wein, sondern süße Köstlichkeiten. Die nächste Veranstaltung – der Neujahrsempfang – findet am Sonntag, 26. Januar um 11 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Zell statt, dann wird auch der Busho-Mann des Jahres 2020 gekürt. mül

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