Bensheim

Bilanz Die Stützpunktfeuerwehr musste im dritten Quartal 75 Mal ausrücken

Zwölf Brände und 34 Fehlalarme

Bensheim.Im dritten Quartal des Jahres wurden die Feuerwehrleute aus Bensheim-Mitte insgesamt 75 Mal von der Leitstelle Bergstraße alarmiert. Die Einsätze gliederten sich in 29 Hilfeleistungseinsätze, zwölf Brandeinsätze und 34 Fehlalarme.

Zu einer Türöffnung in einer Gemeinschaftsunterkunft in der Schwanheimer Straße wurden die Feuerwehrmänner und -frauen am Abend des 10. Juli alarmiert. Ein Bewohner wurde seit mehreren Tagen vermisst. Mit einem Akkuschrauber und dem sogenannten „Zieh-Fix“ konnte die Zimmertür des Vermissten schnell geöffnet und festgestellt werden, dass sich dort keine Person befindet. Die Einsatzstelle wurde an die Polizei übergeben.

Am 12. Juli 2020 wurden die Einsatzkräfte zu einem Grasbrand alarmiert. Von weitem konnte bereits erkannt werden, dass es sich hierbei um einen Entstehungsbrand in der Nähe eines Baumes handelt. Der Angriffstrupp löschte diesen sofort. Somit konnte der Einsatz rasch abgearbeitet und Schlimmeres verhindert werden.

Einsatz im Museum am Marktplatz

Weiterhin kam es in diesem Quartal zu insgesamt acht Einsätzen, die durch eine Brandmeldeanlage (BMA) ausgelöst wurden. Am frühen Abend des 7. August wurden die Brandschützer zum Museum der Stadt alarmiert. Auch dort hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. Vor Ort wurde festgestellt, dass die Spülmaschine, die sich in der dortigen Küche befand, sehr heiß wurde und anfing zu qualmen. Sie wurde von den Freiwilligen ausgebaut und ins Freie gebracht. Alle anderen Einsätze dieser Art ließen sich nach gemeinsamer Erkundung des Gruppenführers und des Atemschutztrupps als Fehlalarme einstufen.

Rauchender Kamin in Zell

Aufgrund eines gemeldeten Dachstuhlbrands mit Menschenrettung in der Gronauer Straße in Zell wurden die Einsatzkräfte aus Bensheim-Mitte gemeinsam mit den Stadtteilfeuerwehren Gronau und Zell alarmiert.

Innerhalb weniger Minuten war ein Großaufgebot an Rettungskräften eingetroffen. Nach den ersten Erkundungen der Feuerwehr Zell konnte aber glücklicherweise Entwarnung gegeben werden. Es handelte sich hierbei lediglich um einen rauchenden Kamin.

„H1 RTH Hubschrauberlandung am Gerätehaus“ lautete das Einsatzstichwort am 20. August. Da in einem Seniorenheim eine Person gestürzt war, musste sie so schonend wie möglich in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Feuerwehrmänner und -frauen aus Bensheim sicherten den Verkehr am Gerätehaus ab, damit der Rettungshubschrauber landen konnte. Nachdem der Patient vom Rettungswagen in den Rettungshubschrauber umgelagert wurde, wurde die Straße für den Start des Rettungshubschraubers erneut gesperrt.

Zu einem Brand kam es in der Nacht vom 3. September. Um 5.39 Uhr ertönten die Melder. „Brennt Mülltonne / - Container“ lautete das Einsatzstichwort. Vor Ort konnte die brennende Mülltonne aufgrund der sichtbaren Flammen leicht lokalisiert und sofort mit den Löscharbeiten begonnen werden.

Da der Müllbehälter vollständig geschmolzen war und dadurch der Müll nur schwer auseinandergezogen werden konnte, wurde dem Löschwasser zusätzlich Schaummittel beigemischt. Das Schaummittel wird hierbei hauptsächlich als Netzmittel benutzt. Damit wird die Oberflächenspannung des Wassers verringert und das Löschmittel kann besser in den brennbaren Stoff eindringen.

Sitzungen teilweise virtuell

Allein im September wurden die Einsatzkräfte zu sieben Verkehrsunfällen alarmiert. Glücklicherweise waren all diese keine schweren Unfälle, so die Wehr. Die ehrenamtlichen Kräfte aus Bensheim konnten teilweise ohne weitere Tätigkeiten wieder abrücken.

Bei drei Unfällen wurden der Verkehr nach hinten abgesichert, die Batterien der verunfallen Autos abgeklemmt sowie der Brandschutz sichergestellt.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie wurden die im dritten Quartal anstehenden Sitzungen des Vorstands und Ausschusses teilweise noch virtuell durchgeführt. Die Übungen der Jugendfeuerwehr wurden Ende August unter neuem Konzept sowie Beachtung der Abstandsregeln und der Hygienevorschriften wieder aufgenommen. Auch die Zugübungen dürfen seit Oktober wieder stattfinden. red

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