Bensheim

Spende DAK-Gesundheit unterstützt Patientenverein in Bensheim mit 10 400 Euro / Transplantation der letzte Schritt

Zysten schränken Nierenfunktion ein

Archivartikel

Bensheim.Geldspritze für einen guten Zweck: Die DAK-Gesundheit in Bensheim unterstützt die Arbeit des Vereins PKD Familiäre Zystennieren mit 10 400 Euro. Mit der Förderung der Krankenkasse finanziert der Verein das 15. PKD-Symposium in Freiburg. Mit rund 100 000 Betroffenen allein in Deutschland zählt die Krankheit zu den am weitesten verbreiteten Erbkrankheiten.

Das zweitägige Symposium für Patienten, Angehörige und Pflegekräfte hat sich zu einer der wichtigsten deutschen Veranstaltungen im Zystennierenbereich etabliert.

„Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung und danken der DAK-Gesundheit“, sagt Uwe Korst, Vorsitzender des bundesweiten Vereins Familiäre Zystennieren.

Bei Zystennieren wird die Funktion des Organs durch die Bildung einer Vielzahl kleinerer und größerer Zysten eingeschränkt. Derzeit gibt es noch keine wirksame Therapie gegen die Erkrankung. Früher oder später sind die Betroffenen auf die Dialyse angewiesen oder auf eine Transplantation. Jedoch herrscht ein extrem großer Mangel an Spenderorganen, so dass die durchschnittliche Wartezeit auf ein neues Organ über sieben Jahre beträgt. Das gilt auch für Betroffene mit Zystennieren.

Der Verein erwartet etwa 120 Teilnehmer in Freiburg. Der erste Tag steht unter dem Motto „Soziale Herausforderungen“ und „Chronisch Hoffnungsvoll“ und gibt ausreichend Möglichkeiten, dass sich Betroffene vernetzten und mit den Experten in das Gespräch kommen.

Am zweiten Tag soll den Teilnehmern notwendige Informationen zur Erkrankung geben, damit im Alltag der Krankheitsverlauf eigenverantwortlich beeinflusst werden kann. Informiert wird von Referenten der Uniklinik Freiburg darüber, welche Untersuchungen und Kontrollen Sinn machen und wie Betroffene bei Komplikationen handeln sollen. Abgerundet werden die Themen durch einen Vortrag zu den Möglichkeiten der Patienten, die Erkrankung eigenverantwortlich durch Ernährung, Blutdruckkontrolle, Umgang mit Schmerzmitteln zu beeinflussen.

Nach einer aktuellen Studie sehen 90 Prozent der Deutschen die Selbsthilfegruppen als sinnvolle Ergänzung zur ärztlichen Behandlung. „Zum Gesundwerden und Gesundbleiben ist der Erfahrungsaustausch untereinander sehr wichtig“, sagt Robert Gahler, Leiter der DAK-Gesundheit in Bensheim.

„Für uns ist die Förderung der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe mehr als nur eine gesetzliche Aufgabe.“ Gerade für Betroffene mit seltenen oder sehr langen Erkrankungen sei es schwierig, verständnisvolle Gesprächspartner außerhalb der Familie zu finden.

Etwa 3,5 Millionen Menschen haben sich bundesweit in mehr als 70 000 Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen. In vielen Städten und Regionen gibt es Selbsthilfekontaktstellen, die einen Überblick über die Angebote zu einzelnen Erkrankungen oder Behinderungen bieten.

Bundesweit fördert die DAK-Gesundheit jährlich über 5000 örtliche Selbsthilfegruppen. Für diese ist bei konkreten Projektvorhaben das örtliche Servicezentrum der richtige Ansprechpartner. Beim Wunsch nach pauschaler Förderung ist der Verband der Ersatzkassen zuständig. Weitere Informationen gibt es unter www.dak.de/selbsthilfe. red

Info: Informationen über PKD Familiäre Zystennieren gibt es im Internet unter www.pkdcure.de.

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