Bergstraße

Herbststurm "Fabienne" Helfer sind seit Sonntagnachmittag gefordert

160 Notrufe nach Unwetter in Südhessen

Archivartikel

Bergstraße.Das Sturmtief Fabienne hat am Nachmittag auch im Kreis Bergstraße Schäden hinterlassen. Die Feuerwehren hatten rund 40 Einsätze. Meist handelte es sich um umgestürzte Bäume. In einigen Fällen mussten auch Wasserschäden nach dem kurzen, aber heftigen Regen beseitigt werden.

Zwischen Seeheim-Jugenheim und Eberstadt stürzten Bäume auf die A 5. Auch bei Heidelberg war der Verkehr auf der Autobahn durch Windbruch beeinträchtigt. Hier durchschlug ein Baum eine Lärmschutzwand.

Auch an der A 67 stürzten bei Nauheim Bäume um. Die Autobahn wurde für die Aufräumarbeiten gesperrt.

Strommast umgeknickt

In Messel bei Darmstadt knickte der Sturm einen Strommast um. Der Energieversorger E-Netz Südhessen teilte mit, dass dadurch der Strom im Raum Messel ausfiel. Nach etwa einer Stunde seien die Haushalte wieder versorgt gewesen.

Nach Angaben der Polizei dauern die Aufräumarbeiten noch an. Zahlreiche Straßen seien noch gesperrt, die Strecken könnten  teilweise erst am Montag freigegeben werden. Der Schwerpunkt der Sturmschäden liege im Norden der Landkreise Groß-Gerau und Darmstadt-Dieburg.

Zahlreiche Häuser abgedeckt

In Darmstadt-Eberstadt stürzte ein großer Ast eines Baumes auf ein Hausdach und zwei Autos. Mehrere Gebäude mussten geräumt werden. Insgesamt wurden 36 Bewohner anderweitig untergebracht. Im Darmstädter Stadtteil Bessungen stürzten Teile eines Dachs ab und beschädigten mindestens elf Autos. Das Haus ist unbewohnbar. Auch in Weiterstadt, Riedstadt und Dieburg wurden Häuser abgedeckt. iIn Gräfenhausen traf es einen Supermarkt.

Auf der Zufahrt zum Naturschutzgebiet Kühkopf in Stockstadt wurde ein Mann durch einen entwurzelten Baum in seinem Auto eingeklemmt. Er wurde von der Feuerwehr befreit und mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.    

Bahnstrecken gesperrt

Die eigentlich zweigleisige Riedbahn wurde zwischen Mörfelden und Groß-Gerau am Sonntagabend auf eingleisigen Betrieb umgestellt. Fernzüge wurden laut einem Bahnsprecher über die Main-Neckar-Bahn umgeleitet. In ganz Südhessen zählte die Polizei rund 160 Notrufe in Verbindung mit dem Unwetter, wie ein Sprecher am Abend sagte.

Zwischen Darmstadt und Babenhausen mussten Pendler am Montag auf Busse umsteigen, weil mehrere herabstürzende Äste die Bahnleitung beschädigt hatten, wie ein Bahnsprecher sagte. Zwischen Ober-Roden und Dieburg sowie in Darmstadt-Arheiligen hätten die Züge am Morgen wieder normal fahren können. Die Bahnstrecken zwischen Aschaffenburg und Darmstadt sowie zwischen Darmstadt und Heidelberg waren am Sonntag nach Angaben der Feuerwehr zeitweise durch umgestürzte Bäume blockiert.

Verzögerungen am Flughafen

Der Sturm hat am Sonntag auch den Luftverkehr beeinträchtigt. Von Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt hieß es am Abend: Aufgrund der aktuellen Witterungsbedingungen komme es zu Verzögerungen im Betriebsablauf und vereinzelten Flugausfällen. Etwa zwei Dutzend Flüge waren vor allem zwischen 16 und 18 Uhr annulliert worden, wie die Webseite zeigte. Fluggäste wurden noch am Abend gebeten, ausreichend Zeit für die Anreise einzuplanen und sich möglichst früh am Check-in-Schalter einzufinden. tm/dpa

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