Bergstraße

40-köpfige Bundeswehr-Unterstützung bei Corona-Kontaktnachverfolgung

Archivartikel

Darmstadt-Dieburg.Obwohl in den letzten Monaten 30 zusätzliche Stellen für das gemeinsame Gesundheitsamt der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg bewilligt wurden, gerät die Kontaktpersonennachverfolgung aufgrund konstant hoher Inzidenzwerte an ihre Grenzen. Starke ad-hoc-Unterstützung kommt nun in Form eines Bundeswehrkontingents.
Die 40 Soldatinnen und Soldaten werden ab 9. November im Gesundheitsamt eingearbeitet und leisten daraufhin Amtshilfe im Bereich der Kontaktnachverfolgung. Durch die Truppe soll die Behörde entlastet und in die Lage versetzt werden, sich wieder besser auf Ermittlungen, z. B. in Einrichtungen, zu konzentrieren. Die Vorgehensweise hat sich bereits in anderen Regionen bewährt. Nach aktuellen Empfehlungen des Landes sollten mindestens 10 Personen in der Fallermittlung pro 20.000 Einwohner tätig sein. Gemeinsam mit dem Kreisverbindungskommando Herrn Oberstleutnant d.R. Michael Ohms konnte der Einsatz in kürzester Zeit auf die Beine gestellt werden.
Der Einsatz der Bundeswehr ist zunächst für einen Monat und perspektivisch bis zum Ende der Grippesaison geplant. „Die Personenkontaktnachverfolgung ist wichtig – aber wir können gar nicht so schnell Personal einstellen wie die Fallzahlen nach oben gegangen sind“, sagte die zuständige Jugend- und Sozialdezernentin Rosemarie Lück. „Die Menschen brauchen die Sicherheit des Kontakts mit dem Gesundheitsamt und deswegen ist die Truppe aufs Herzlichste willkommen.“
Weitere Unterstützung kommt aus allen Teilen der Gesellschaft: „Wir sind unendlich dankbar für die freiwilligen Helferinnen und Helfer, die uns zur Seite stehen“, sagte Landrat Klaus Peter Schellhaas. „Ich bin überzeugt, dass wir als Gesellschaft trotz Abstandsregeln in der Krise weiter zusammenwachsen.“

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