Bergstraße

Soziales Südhessische Neurologen unterstützen die Betreuung von Flüchtlingen

Ärzte spenden für Dolmetscher

Darmstadt/Bergstraße.Das Zentrum für Neurologie und Seelische Gesundheit Südhessen (ZNS) als Vereinigung der niedergelassenen südhessischen Nervenärzte, Neurologen und Psychiater unterstützt die „Gemeinnützige Gesellschaft für partizipative Sozialarbeit“ (PaSo) in Darmstadt, vertreten durch Hanna Kaussen (Zweite von rechts) und Heike Fehr (Dritte von rechts). Die Spende ist gedacht zur Finanzierung eines Dolmetschers für Dr. Michael Bohny (Mitte), der als niedergelassener Psychiater und Psychotherapeut die Versorgung von psychisch kranken Flüchtlingen in den Jefferson-Barracks sicherstellt.

Normalerweise bekommt Dr. Bohny einen vom Amt bestellten Dolmetscher zur Seite gestellt, allerdings erst nach einem mit hohem bürokratischem Aufwand verbundenem Kostenübernahmeantrag, der dann auch häufig abgelehnt wird.

Auch ein Kultuvermittler

Mit dem Geld wird Dr. Bohny für ein Jahr einen Dolmetscher finanzieren können, mit dem er sehr gut kooperiert und den er selbst bestimmen kann. „Das Zusammenspiel muss klappen, auch nonverbale Signale müssen übertragen werden können“. Nebenbei seien seine Dolmetscher auch „Kulturvermittler“ und haben durch häufige Zusammenarbeit selbst medizinische Erfahrungen machen können, die sie einbringen können in die Kommunikation zwischen Arzt und Patient. „Psychiatrische oder traumatisierte Patienten kommen nur langsam mit ihren Belastungen raus, umso wichtiger ist auch die Kontinuität bei den Kontaktpersonen“. red

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