Bergstraße

Acht Kandidaten buhlen um Erststimmen

Archivartikel

Acht Kandidaten buhlen morgen mit unterschiedlichen Aussichten und Erwartungen um die Erststimmen im Wahlkreis Bergstraße. Zum siebten Mal tritt Dr. Michael Meister für die CDU an. Nur eine Legislaturperiode weniger hat Christine Lambrecht von der SPD hinter sich - und wie ihr christdemokratischer Gegenspieler die Rückfahrkarte nach Berlin bereits so gut wie gelöst.

Beide Abgeordneten sind von ihrer Partei auf dem zweiten Platz ihrer Landeslisten abgesichert. Das ist mehr als ein Netz und ein doppelter Boden. Dass Meister aufs Direktmandat angewiesen ist, weil die Hessen-CDU womöglich so viele Wahlkreise gewinnt, dass die Landesliste erst gar nicht zum Zuge kommt, ist eine nur theoretische Überlegung. Sie ist zwar mathematisch denkbar, aber in hohem Maße unwahrscheinlich.

Gleichwohl kämpfen alle Wahlkreiskandidaten bis zuletzt um jede einzelne Stimme. Für die FDP tut dies der Kreisvorsitzende Till Mansmann. Er könnte, wenn die Liberalen im Bund die Acht-Prozent-Marke glatt überspringen, sogar über die Landesliste einen Abgeordnetensitz ergattern.

Solche Perspektiven winken den übrigen Bewerbern nicht: Für die Grünen spekuliert der Bensheimer Moritz Müller als jüngster Kandidat auf ein Abschneiden, das ihm Türen für eine Politikerkarriere öffnet. Für die Linkspartei geht der Odenwälder Sascha Bahl und für die AfD deren Kreis- und Landesvorsitzender Rolf Kahnt aus Bensheim auf Stimmenfang.

Als unabhängige Bewerber sorgen der Lindenfelser Pfarrer Martin Polivka und der Sebastian Bucher aus Bensheim für Farbtupfer außerhalb des Parteienspektrums.

Egal, wie's ausgeht: Eine Prozentzahl ist für alle wichtig - die Wahlbeteiligung. Die Demoskopen erwarten, dass sie höher liegt als vor vier Jahren. Schön wär's! sl

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